Aktienhandel Tokio
Nikkei schließt schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte fiel um 101,64 Punkte oder 0,61 Prozent und beendete die Sitzung bei 16 551,36 Zählern. Der breit gefasste Topix notierte zum Handelsende einen Abschlag von 2,97 Punkten oder 0,18 Prozent beim Stand von 1635,77 Punkten.

HB TOKIO. Händler nannten als einen Grund die Sorge vor einem Nachfragerückgang bei Ausrüstungen für die Chipproduktion. Halbleitertitel wie Tokyo Electron gaben daraufhin deutlich nach.

Der Index TSE Mothers, der das Universum der kleinen Nebenwerte abdeckt gewann unterdessen den zweiten Tag in Folge deutlich. Die Nebenwerte schienen „nach sechs furchtbaren Wochen“ einen Boden gefunden zu haben, sagte ein Experte zu dieser Entwicklung. Hintergrund sei unter anderem, dass einige Fondsmanager diesen Bereich neu entdeckten. Dass der Topix weniger stark nachgegeben habe als der Nikkei begründeten Teilnehmer mit dessen größerer Breite. So hätten beispielsweise Broker- und Immobilienaktien tendenziell stabil im Markt gelegen sowie generell binnenkonjuntursensitive Werte.

Bei den Einzelwerten profitierten die Brokeraktien von neuer Zuversicht bei Privatanlegern nach der guten Kursentwicklung in Japan und den USA, wie Experten sagten. Daiwa Securities Group gewannen 2,7 Prozent auf 1 446, Ichiyoshi Securities 4 Prozent auf 1 691 Yen und Matsui Securities 5,5 Prozent auf 1 080 Yen. Im Immobiliensektor profitierten Tokyo Tatemono (+1 Prozent auf 1 352 Yen) und Tokyu Land (-0,3 Prozent auf 1 161 Yen) von den Problemen des Einzelhändlers Daiei. Dieser wolle bevorzugt mit den beiden Immobilienunternehmen über den Verkauf von Grundstücken verhandeln, hieß es in einem Bericht. Sumitomo Real Estate Sales legten um +1,3 Prozent auf 10 630 Yen zu.

Die relative Schwäche des Nikkei-Index begründeten Beobachter in erster Linie mit Abgaben im Halbleitersektor nach entsprechend schwächeren Vorgaben der Nasdaq und dem Ergebnisausweis von AMD, demzufolge die Bruttomargen bei AMD stark rückläufig waren. Zudem habe die Ankündigung von Intel vom Dienstag, die Investitionsausgaben zu senken, die Kurse belastet. Advantest verloren 4,4 Prozent auf 6 070 Yen und Tokyo Electron 3 Prozent auf 9 010 Yen. Hoya verloren trotz günstig ausgefallener Halbjahreszahlen 3,2 Prozent auf 4 600 Yen. Einige Anleger könnten besorgt sein, dass einige Geschäftsbereiche weniger profitabel werden dürften, sagte ein Analyst, der auf eine verschlechterte operative Gewinnmarge verwies.

Sony gaben um 0,4 Prozent auf 4 790 Yen nach. Unmittelbar nach Börsenschluss hatte Sony seine Gewinnprognose auf 80 Mrd von 130 Mrd Yen gesenkt. Seiko Epson wurden von einer Hochstufung durch Nomura Securities gestützt und gewannen 1,9 Prozent auf 3 260 Yen. Aeon litten weiter unter der geplanten Kapitalerhöhung und gaben um weitere 3,1 Prozent auf 2 700 Yen nach. Mitsubishi Heavy Industries wurden um 1,1 Prozent auf 530 Yen nach oben genommen, gestützt von einem Bericht über einen möglichen Gasturbinenbau in China. Damit wäre Mitsubishi Heavy das erste japanische Unternehmen, das solch einen Auftrag erhalten würde, sagten Marktkenner.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 118,84-87 Yen nach 118,50-52 Yen am Vortag. Der Euro lag leichter bei 1,2534-37 Dollar nach 1,2550-52 Dollar am Vortag.

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