Aktienhandel Tokio
Tokios Börse schließt schwächer

Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch nach Gewinnmitnahmen schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte büßte 81,17 Punkte oder 0,48 Prozent auf 16 699,30 Zähler ein. Der breit gefasste Topix notierte einen Abschlag von 9,15 Punkten oder 0,55 Prozent bei 1653,38 Punkten.

HB TOKIO. Die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten schwankte zwischen der Hoffnung auf weitere gute Unternehmenszahlen und der Erwartung eines Kursrückgangs. „Die Geschwindigkeit der Rally seit September ist so groß, dass die Meinung um sich greift, der Markt brauche eine Atempause“, sagte Tsutomu Yamada von Kabu.com Securities. Der Nikkei wurde insbesondere durch Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln belastet. Stahl- und Ölwerte gehörten zu den wenigen Gewinnern des Handelstags. Positive Ergebniserwartungen und ein niedrigerer Rohölpreis stützten diese Aktien. Der Dollar bewegte sich vor der Tagung des zinsentscheidenden Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed kaum.

Die Aktien des Elektronikkonzerns NEC Corporation gaben mehr als sechs Prozent nach. NEC stellt seine Bilanzierung um und will sich künftig an die japanischen Regeln halten. Das habe Sorgen geweckt, dass sich ausländische Investoren aus dem japanischen Markt zurückziehen könnten, sagten Händler.

Inpex Holdings gewannen 1,1 Prozent auf 934 000 Yen und der Stahlhersteller JFE Holdings stieg 0,2 Prozent auf 4 680 Yen.

Analysten wiesen indes dem wieder steigenden Ölpreis keine allzu große Bedeutung bei. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl legte angesichts der angekündigten Produktionskürzungen mancher Opec-Staaten um 17 Cent zu auf 59,52 Dollar.

Die Börsen in Südkorea und Singapur legten zu, während die Aktienmärkte in Hongkong und Taiwan Verluste verzeichneten. In New York hatte am Montag der Dow-Jones-Index mit 12 127 Punkten geschlossen, das ist ein Plus von 0,09 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,03 Prozent auf 1377 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,46 Prozent auf 2344 Punkte.

Der Dollar bewegte sich kaum. Ein Euro wurde mit 1,2563 Dollar und damit auf dem nahezu gleichen Niveau gehandelt wie im späten US-Handel. Gegenüber dem Yen stieg der Dollar geringfügig auf 119,25 Yen.

Der Handelsbilanzüberschuss Japans ist indes im September überraschend gestiegen. Eine deutliche Zunahme der Exporte von Autos und Halbleitern hat für einen unerwarteten Anstieg des Überschusses der japanischen Handelsbilanz im September gesorgt. Der Überschuss hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat nicht saisonbereinigt um 6,9 Prozent auf 1 013,97 Mrd. Yen erhöht. Volkswirte hatten mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Prozent auf 844,8 Mrd. Yen gerechnet.

Wie das Finanzministerium in Tokioweiter mitteilte, sorgte vor allem der Anstieg der Exporte um 15,3 Prozent auf 6 832,05 Mrd. Yen im Vergleich zum Vorjahresmonat für den überraschenden Anstieg des Überschusses. Im Handel mit den USA erhöhte sich Japans Handelsbilanzüberschuss um 28,5 Prozent auf 913,1 Mrd. Yen. Der Export mit den USA stieg damit über das Rekordniveau von 912,2 Mrd. Yen, das im Dezember 1985 erreicht worden war.

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