Aktienmärkte Fernost
Asien-Börsen mit Verlusten

Die Börsen in Fernost haben am Montag Verluste hinnehmen müssen. Nach den staatlichen Hilfszusagen für die angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac legten die Märkte nur vorübergehend zu, gingen am Ende aber mit einem Minus aus dem Handel.

HB TOKIO. Auf dem Parkett dominierte die Unsicherheit, wie die US-Börse auf die neuen Entwicklungen in der Kreditkrise reagieren. Der Dollar profitierte hingegen von den Ankündigungen von US-Regierung und Notenbank und legte auf breiter Front zu.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent tiefer bei 13.010 Punkten, dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Der breiter gefasste Topix verlor 0,4 Prozent und schloss bei 1280 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Singapur, Hongkong, Taiwan und Südkorea notierten tiefer.

Das US-Finanzministerium hatte angekündigt, den Kreditrahmen für die beiden größten Baufinanzierer des Landes zu erhöhen und ihre Kapitalbasis notfalls mit Anteilskäufen zu stärken. Die Notenbank Federal Reserve stellte Fannie Mae und Fannie Mac ebenfalls Geld in Aussicht. "Die wichtige Frage ist, wie die Wall Street auf die neuen Nachrichten reagieren wird. Zuvor traut sich niemand, aktiv zu kaufen", sagte Analyst Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities.

Auf dem Parkett dominierte die Befürchtung, dass die Hilfszusagen die Märkte nur vorübergehend beruhigen würden. Auch bei der in Schieflage geratenen US-Investmentbank Bear Stearns hatten ähnliche Hilfen der Notenbank nur kurzzeitig gewirkt. Die Aktien der größten japanischen Banken, die nach der Fed-Ankündigung zunächst deutlich zugelegt hatten, verloren im späten Handel große Teile ihrer Gewinne.

Branchenführer Mitsubishi UFJ Financial legte um 0,6 Prozent zu, die Nummer zwei Mizuho Financial 0,5 Prozent.

Zu den Gewinnern zählte der weltweit drittgrößte Stahlhersteller JFE Holdings. Nach der Ankündigung, wegen der steigenden Rohstoffpreise über eine Preiserhöhung nachzudenken, stiegen die Papiere um 5,6 Prozent. Auch andere Unternehmen der Branche legten zu.

Der Dollar legte nach den Hilfszusagen für Fannie Mae und Freddie Mac zu. Der Euro ging auf 1,5896 Dollar zurück von 1,5940 Dollar zum Wochenschluss in den USA. Damit lag er aber weiter nur knapp unter seinem Rekordhoch von 1,6020 Dollar vom April. Zum Yen gewann die US-Währung auf 106,51 Yen nach 106,21 im New Yorker Handel. Der Euro notierte zum Yen kaum verändert bei 169,25 Yen.

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