Aktienmärkte New York
US-Börsen schließen im Plus

Eine überraschend hohe Gewinnprognose des US-Mischkonzerns Honeywell hat die Stimmung an den US-Börsen ins Positive gedreht. Nach Kursverlusten zu Beginn des Handelstages schloss der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 0,3 Prozent. Neben Honeywell gehörte die Fluglinie JetBlue zu den Gewinnern, sie profitierte vom geplanten Einstieg der Lufthansa.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Donnerstag dank positiver Unternehmensnachrichten größtenteils fester geschlossen. Eine überraschend hohe Gewinnprognose des US-Mischkonzerns Honeywell half die Sorge vor den Folgen der US-Immobilienkrise in den Hintergrund zu drängen. Diese hatte die Standardwerte im Handelsverlauf deutlich belastet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um rund 0,3 Prozent höher bei 13 517 Punkten, nachdem er zwischen 13 353 und 13 527 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg rund 0,1 Prozent auf 1 488 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,1 Prozent auf 2 668 Zähler.

Auftrieb gab den Standardwerten eine Prognose von Honeywell, wonach der Konzern 2008 einen unerwartet hohen Gewinnanstieg verzeichnen wird. Die Aktie des Mischkonzerns legte gut fünf Prozent auf 60,65 Dollar zu.

Zu den großen Gewinnern des Tages gehörten auch die Papiere des US-Billigfliegers JetBlue. Grund ist der geplante Einstieg der Lufthansa. Die Deutschen wollen für rund 300 Millionen Dollar (umgerechnet 205 Millionen Euro) 19 Prozent an der US-Gesellschaft übernehmen. JetBlue-Aktien notierten 14,4 Prozent höher bei 7,15 Dollar.

Mehr als sechs Prozent höher tendierten auch die Aktien des Chemieriesen Dow Chemical. Der Konzern hatte zuvor die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen mit Kuwait angekündigt. Zu den Verlierern gehörten die Finanztitel: Die Aktien der Hypothekenbank Countrywide Financial fielen 4,3 Prozent auf 10,08 Dollar, nachdem das Institut für November einen Einbruch des Hypothekengeschäfts um 40 Prozent bekanntgab.

Die Papiere von Lehman Brothers verbilligten sich um 0,7 Prozent auf 61,37 Dollar, nachdem die US-Investmentbank einen Gewinnrückgang um elf Prozent bekanntgegeben hatte. Das Ergebnis war besser, als von Analysten erwartet. Dennoch sorgten sich Anleger um die Ertragskraft der Banken in Zeiten der Hypothekenkrise. Daher notierten auch die Rivalen Goldman Sachs und Merrill Lynch 1,9 Prozent und 1,7 Prozent im Minus.

Die Aktien der US-Biotechnologiefirma Biogen stürzten um knapp 24 Prozent ab, nachdem der Konzern seinen eigenen Milliardenverkauf am Vorabend aus Mangel an Geboten völlig überraschend abgeblasen hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,46 Milliarden Aktien den Besitzer. 1067 Werte legten zu, 2098 gaben nach und 75 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1210 im Plus, 1737 im Minus und 129 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 29/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 4,203 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 54/32 auf 105-24/32 und hatten eine Rendite von 4,640 Prozent.

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