Aktienmarkt New York
Dow bricht alle Rekorde

Starke Quartalszahlen haben den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben. An der Wall Street hat der Dow-Jones-Index darauf erstmals in seiner Geschichte über der psychologisch wichtigen Marke von 13 000 Punkten geschlossen.

HB NEW YORK. Die Anleger kauften nach unerwartet starken Zahlen vor allem Aktien des Internet-Einzelhändlers Amazon und des Flugzeugbauers Boeing. Für Gewinne sorgten auch Konjunkturdaten, die Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft zerstreuten. Ein möglicher Spartenverkauf bei Alcoa verschaffte den Aktien des weltgrößten Aluminiumkonzerns einen Kurssprung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel um 1,05 Prozent höher bei 13 089 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 107 und 12 951 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 1,01 Prozent auf 1495 Stellen zu. Der Technologie-Index Nasdaq-Composite gewann 0,92 Prozent auf 2547 Stellen.

Damit hat der Dow-Jones-Index gerade einmal 129 Handelstage gebraucht, um die Spanne zwischen 12 000 auf 13 000 Punkten zu überwinden. Diese Geschwindigkeit ließ Erinnerungen an den New-Economy-Boom wachwerden, als der Index in nur 24 Tagen die Reise von 10 000 auf 11 000 Punkte zurücklegte.

Der Aufwärtstrend habe mit Amazon und den Zahlen zu den langlebigen Gütern begonnen, sagte Angel Mata von Stifel Nicolaus Capital Markets. "Wir sehen nicht nur gute Unternehmensberichte, sondern nach Vorlage der Zahlen auch sehr positive Prognosen."

Amazon konnte seinen Nettogewinn mehr als verdoppeln und hob daraufhin seine Jahresprognose an. Die Anteilsscheine schossen um knapp 27 Prozent in die Höhe auf 56,81 Dollar. Nach einem unerwartet kräftigen Gewinnanstieg dank eines rasanten Flugzeug-Verkaufs verteuerten sich Boeing-Papiere um gut ein Prozent auf 94,69 Dollar. Alcoa-Aktien legten um 5,15 Prozent auf 35,76 Dollar zu, nachdem das Unternehmen erklärt hatte, es erwäge den Verkauf seiner Verpackungsprodukt-Sparte. Vom höheren Ölpreis profitierten die Papiere des Ölkonzerns Exxon Mobil, die um 1,68 Prozent höher bei 79,92 Dollar gehandelt wurden. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl hatte sich in New York um 1,23 Dollar auf 65,81 Dollar verteuert.

Am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zufolge stieg der Auftragseingang für langlebige Güter in den USA im März unerwartet deutlich um 3,4 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 2,5 Prozent gerechnet. Dass der Verkauf neuer Eigenheime in den USA im März schwächer stieg, als erwartet, konnte die Stimmung der Anleger insgesamt kaum trüben: Allerdings verzeichneten die Aktien des US-Hausbauers Beazer Homes einen Kursabschlag von 0,84 Prozent auf 33,51 Dollar.

Die auch in New York gelisteten Aktien von Siemens gaben um 5,36 Prozent 117,75 Dollar nach nachdem Vorstandschef Klaus Kleinfeld seinen Rückzug zum 30. September angekündigt hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,68 Mrd. Aktien den Besitzer. 2351 Werte legten zu, 951 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,69 Mrd. Aktien 1822 im Plus, 1247 im Minus und 123 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 4,652 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 12/32 auf 98-22/32 und hatten eine Rendite von 4,833 Prozent.

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