Aktienmarkt New York
Dow schließt bei 14 000 Punkten

Überraschend starke Unternehmenszahlen haben am Donnerstag die US-Aktienmärkte beflügelt. Die Zwischenergebnisse des weltgrößten Computer-Dienstleisters IBM und des Netzwerkausrüsters Juniper Networks überzeugten die Anleger und zerstreuten Sorgen vor den Auswirkungen der Krise am US-Hypothekenmarkt.

HB NEW YORK. Auch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung vom Juni vermochte nicht die Kauflaune an der Wall Street trüben, obwohl die US-Notenbank darin die Inflation weiterhin als ihre größte Sorge bezeichnete.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,59 Prozent fester bei 14 000 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 918 und 14 015 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,45 Prozent auf 1553 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq legte rund 0,76 Prozent auf 2720 Punkte zu.

„Die Geschäftszahlen von IBM waren großartig und das hat den Markt nach oben getrieben“, sagte Warren Simpson von Stephens Capital Management. Der Konzern hatte im abgelaufenen Quartal dank Zukäufen bei Softwarefirmen den Gewinn um zwölf Prozent auf 2,26 Mrd. Dollar gesteigert. Die Aktie verteuerte sich um 4,3 Prozent auf 116,48 Dollar, nachdem das Papier ein Fünf-Jahreshoch bei 116,48 Dollar erreicht hatte.

An der Nasdaq schoss der Aktienkurs von Juniper Networks mehr als zwölf Prozent auf rund 30 Dollar in die Höhe, nachdem das Unternehmen seinen Quartalsgewinn gesteigert und seine Prognose angehoben hatte.

Doch nicht alle Geschäftsberichte sorgten für Kauflaune: Die Anleger straften das Internet-Auktionshaus eBay trotz eines Gewinnsprungs im Quartal ab, weil das Unternehmen an der Gesamtjahresprognose festhielt. Die Papiere verloren 1,6 Prozent an Wert.

Die Aktien des Computerherstellers Hewlett-Packard legten dagegen 2,6 Prozent auf 48,40 Dollar zu, nachdem die Marktforschungsgruppe Gartner von einem robusten Wachstum auf dem PC-Markt im vergangenen Quartal berichtet hatte, wobei vor allem HP bestens abschnitt.

Im Handelsverlauf hatte der Offenmarktausschuss der US-Notenbank das Protokoll seiner Juni-Sitzung veröffentlicht. Darin hieß es, die Gefahren eines schwächeren Wachstums durch die Entwicklung am Immobilienmarkt seien im Juni „ausgeglichener“ gewesen als noch im Mai. Die Teilnehmer seien sich aber einig darin gewesen, dass die Inflation nicht so stark abnimmt wie erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Mrd. Aktien den Besitzer. 2062 Werte legten zu, 1210 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,19 Mrd. Aktien 1796 im Plus, 1172 im Minus und 151 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 95-30/32. Sie rentierten mit 5,026 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 8/32 auf 94-15/32 und hatten eine Rendite von 5,114 Prozent.

Weitere aktuelle Berichte von den internationalen Börsen finden Sie hier



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%