Aktienmarkt New York
US-Börsen nach Berg- und Talfahrt uneinheitlich

Nach einer Berg- und Talfahrt haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich geschlossen. Dabei milderten positive Nachrichten aus dem Technologiesektor neue Sorgen über die Folgen der Hypothekenkrise in den USA etwas ab. Daneben belastete ein Rückgang bei Energietiteln den Markt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,11 Prozent im Plus bei 13.127 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13.207 und 13.021 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,13 Prozent auf 1451 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,26 Prozent auf 2559 Punkte ein.

Zeitweise lag er mehr als ein Prozent im Minus. Auftrieb kam von dem Technologiegiganten Apple. Das Unternehmen teilte mit, am Sonntag das millionste iPhone verkauft zu haben. Die Aktie des Elektronik- und Computerkonzerns stieg um 3,75 Prozent auf 136,71 Dollar. Vergangene Woche hatte das Unternehmen den Preis für das iPhone drastisch gesenkt. Dies hatte am Markt zu Sorgen über eine geringere Nachfrage nach dem Kombigerät aus Handy und iPod und damit zu Kursverlusten von mehr als neun Prozent geführt.

Dagegen konnte Intel nur vorübergehend positive Impulse geben. Der Konzern hatte kurz vor Börseneröffnung seine Umsatzprognose erhöht. Zur Begründung verwies der weltgrößte Chiphersteller auf eine überraschend stark steigende Nachfrage weltweit. Die Intel-Aktie legte zeitweise bis um knapp drei Prozent auf 26,22 Dollar zu, ehe sie die Gewinne wieder abgab und mit einem Minus von knapp 0,5 Prozent bei 25,35 Dollar schloss.

Bei den seit Wochen gebeutelten Finanzwerten gehörte der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Countrywide mit einem Minus von 5,5 Prozent auf 17,21 Dollar zu den größten Verlierern. Die Analysten von UBS stuften das Kursziel für die Aktie herunter und senkten auch ihre Gewinnprognosen für 2007 und 2008. „Dies unterstreicht die Schwierigkeiten, die vor allen liegen, die mit dem Hypothekengeschäft zu tun haben“, sagte Michael James von der Investmentbank Wedbush Morgan. „Ich denken, die Sorgen, dass die Wirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte, vorerst bestehen bleiben.“

Die Fed-Präsidentin von San Francisco, Janet Yellen, räumte ein, dass die Turbulenzen an den Finanz-und Kreditmärkten der vergangenen Wochen „zusehends“ zu den Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft hinzugekommen seien. Ziel der Notenbank müsse aber weiter Preisstabilität und Vollbeschäftigung bleiben und nicht, die Anleger vor Verlusten zu schützen.

Zu den Verlieren gehörten auch die größte US-Spar- und Darlehensbank Washington Mutual, die nach den Worten ihres Chefs möglicherweise bis zu einer halben Milliarde Dollar zusätzlich für mögliche Kreditausfälle in diesem Jahr zurückstellen wird. Ihre Papiere verloren zeitweise drei Prozent ehe sie sich später wieder erholten und mit 0,8 Prozent bei 34,74 Dollar im Minus schlossen. Auch die Eigenheimbauer gaben nach. So rutschten die Aktien von Lennar Corp 2,4 Prozent auf 25,88 Dollar ab. Die Titel von Pulte Homes verloren knapp drei Prozent auf 15,04 Dollar.

Spekulationen, dass die Opec am Dienstag möglicherweise mit einer Produktionsanhebung die Märkte überraschen könnte, belasteten den Energiesektor. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil gaben um gut ein Prozent auf 84,86 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 1284 Werte legten zu, 2024 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1066 im Plus, 1936 im Minus und 113 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 103-11/32. Sie rentierten mit 4,330 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 32/32 auf 105-23/32 und hatten eine Rendite von 4,643 Prozent.

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