Aktienmarkt
Spaniens Anleihen knapp unter sechs Prozent

Trotz des spanischen Sparkurses stiegen die Renditen am Rentenmarkt auf knapp sechs Prozent. Das bedeutet auch Gefahr für die Euro-Zone: Langfristig sind Renditen von sechs Prozent für ein Land untragbar.
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FrankfurtSpaniens Anleihen und Aktien fallen bei den Anlegern mehr und mehr in Ungnade. Während sich am Rentenmarkt die Renditen der zehnjährigen Papiere mit 5,994 Prozent der Sechs-Prozent-Marke näherte, brachen an der Börse in Madrid die Aktien im Schnitt um mehr als zwei Prozent ein. Renditen von über sechs Prozent gelten langfristig als untragbar für ein Euro-Land. Der spanische Standardwerte-Index verlor bis kurz vor Schluss 2,6 Prozent. Händler machen für die neue Nervosität der Anleger Zweifel am Erfolg des Reformkurses der Regierung in Madrid aus.

Auch die italienische Börse geriet in den Abwärtsstrudel: In Mailand sackte der Standardwerteindex um 4,6 Prozent ab. Die Renditen der italienischen Staatsanleihen zogen stark auf 5,69 von 5,44 Prozent am Donnerstag an.

Die übrigen europäischen Aktienmärkte gaben ebenfalls deutlich nach: Der Dax weitete seine Verluste auf über zwei Prozent aus, der EuroStoxx auf über 2,7 Prozent.

Parallel zogen die Kurse der deutschen Staatsanleihen an. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen rutschte bis auf das historische Tiefstniveau von 1,638 Prozent ab. Der Bund-Fturue stieg in der Spitze um 1,20 Punkte auf ein Kontrakthoch von 140,35 Zähler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist immer noch zu wenig! 6% bei 95% Sicherheit eines Schuldenschnitts? Selbst schuld, wer da invesitert...

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