Aktienmarkt Zürich
Subprime-Krise belastet Schweizer Börse

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch im Einklang mit den wichtigsten europäischen Aktienmärkten den Handel deutlich im Minus beendet und der SMI ist wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 9000 Punkten gesunken.

dpa-afx ZÜRICH. Nachdem die US-Indizes sich im frühen Geschäft von ihren Höchststände gelöst hatten, trat auch der Schweizer Aktienmarkt den Rückzug an. "Die Märkte sind angeschossen und die Korrektur noch nicht beendet", sagte ein Händler.

Die jüngsten Daten vom US-Immobilienmarkt waren unerwartet schwach ausgefallen. Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA ist im Juni auf das niedrigste Niveau seit nahezu fünf Jahren gefallen. Die Rohöllagerbestände in den USA sind erwartungsgemäss gesunken. Die Lagerbestände an Mitteldestillaten stiegen etwas stärker als prognostiziert.

Der SMI sank um 1,38 Prozent auf 8 922,71 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 1,5 Prozent auf 1 375,61 Punkte nach, der breitere SPI um 1,33 Prozent auf 7 310,92 Punkte.

Rasend bergab ging es bei Adecco (-5,5 Prozent auf 88,40 Franken). Die Kombination aus Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung sowie enttäuschenden Zahlen und verhaltenem Ausblick bei Konkurrent Randstad belastete Experten zufolge den Wert. Allerdings hat Adecco seit rund einem Jahr praktisch nur zugelegt und erst anfangs Juli ein neues Mehrjahreshoch erreicht haben.

Überdurchschnittliche Abschläge verbuchten die Titel der Banken, bei denen unklar ist, wie stark sie von der Subprime-Krise getroffen sind. UBS verbilligten sich um 1,8 Prozent auf 68,65 Franken und Julius Bär um 1,7 Prozent auf 86,35 Franken. Credit Suisse verbilligten sich um 2,7 Prozent auf 81,60 Franken. Credit Suisse hat unterdessen an der im Liquidationsgeschäft tätigen US-Gesellschaft Great American Group eine Beteiligung von 33 Prozent erworben. Zu den Konditionen der Transaktion machte die Bank keine Angaben.

Besser als der Markt aber dennoch im Minus schlossen die Pharmawerte. Roche (-0,7 Prozent auf 215,40 Franken) und Novartis (-0,5 Prozent auf 65,70 Franken) hatten am Morgen Produktneuigkeiten veröffentlicht. Am Nachmittag hieß es dann zu Novartis, ein US-Berufungsgericht habe im Patentrechtsstreit um eine Nachahmerversion eines Herzmedikaments zu Gunsten der Novartis-Generikatochter Sandoz entschieden.

Eine Flucht aus den Aktien war bei ABB (-3,3 Prozent auf 27,70 Franken) und Syngenta (-2,3 Prozent auf 231,60 Franken) zu sehen. Beide Unternehmen legen am Donnerstag Ergebnisse vor. Ebenso präsentiert Lonza Halbjahreszahlen. Die Aktien der Unternehmens stemmten sich jedoch gegen den Trend und legte 0,3 Prozent auf 112,40 Franken zu.

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