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Euro und Ölpreis ernüchtern den Dax

Während der Euro weiter auf Rekordkurs steuert und viele Anleger sich vor einem dauerhaft hohen Ölpreis fürchten, hat sich die positive Stimmung im Zuge der Wiederwahl von US-Präsident George W. Bush verflüchtigt.

HB FRANKFURT. Das Börsenbarometer beendete den Xetra-Handel praktisch unverändert bei 4 041,38 Punkten. „Die Luft ist raus“, brachte ein Händler die Marktstimmung auf den Punkt. Aktienstratege Frank Schallenberger von der LBBW sagte: „Wir kehren jetzt zu den Fundamentaldaten zurück.“ Am Vortag hatten Börsianer noch mit Erleichterung und Aktienkäufen auf die Wiederwahl Bushs reagiert, da sie eine ähnlich langwierige Stimmenauszählung wie 2000 befürchtet hatten.

Vor dem Hintergrund der nun wieder stärker ins Blickfeld rückenden Konjunkturaussichten warnte Stephen Roach, Chefökonom der Investmentbank Morgan Stanley: „Die neue Regierung steht vor der sprichwörtlichen kalten Dusche.“ Die weltgrößte Volkswirtschaft stehe angesichts der enormen Verschuldung vor großen wirtschaftlichen Problemen.

Der Euro kostete am Donnerstagnachmittag 1,2881 Dollar und lag damit nur noch rund einen halben US-Cent unter seinem Rekordhoch vom vergangenen Februar. Ein steigender Euro erschwert europäischen Unternehmen Exporte in den wichtigen US-Markt.

Die Terminkontrakte auf die führenden Öl-Sorten Brent und Crude Light verbilligten sich etwas auf 47,26 und 50,50 Dollar je Barrel (159 Liter). Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Bush-Siegs hatten sie sich am Mittwoch allerdings um jeweils rund einen Dollar verteuert, weil Anleger auf eine Ausweitung der strategischen US-Ölreserven spekulierten.

HVB-Aktie trotzt schwachen Quartalsergebnissen

Die Aktien der HVB trotzten den am Morgen vorgelegten schwachen Quartalsergebnissen und stiegen um 1,6 Prozent auf 15,60 Euro. Außerdem war das Finanzhaus von seinen Gesamtjahreszielen abgerückt. Dies war jedoch allgemein erwartet worden, nachdem das Unternehmen einen derartigen Schritt in den vergangenen Wochen angedeutet hatte. „Unterstützend wirkt auch, dass das Geschäft bei der Tochter Bank Austria besser läuft als erwartet“, sagte ein Händler ergänzend.

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