Am Montag ist "Columbus Day"
Wall Street beendet Handel leichter

Der Markt an der Wall Street hat vor dem langen Feiertagswochenende an Schwung verloren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem geringen Minus von 0,06 Prozent bei rund 9 674 Punkten.

HB NEW YORK. Die nach unten revidierten Gewinnerwartungen des Börsenschwergewichts General Electric (GE) haben am Freitag die Hoffnungen der Investoren an den US-Börsen auf starke Unternehmenszahlen aus dem dritten Quartal gedämpft. Dennoch gewannen die führenden Börsenindizes im Wochenvergleich wieder deutlich. Händler sprachen aber vor dem durch einen Feiertag am Montag verlängerten Wochenende von nur geringen Umsätzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt am Freitag 0,06 Prozent niedriger mit rund 9 674 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500-Index gab ebenfalls 0,06 Prozent auf etwa 1 038 Zähler ab. Der technologielastige Nasdaq-Index gewann dagegen 0,18 Prozent auf 1 915 Punkte. Ungeachtet der schwachen Entwicklung im Tagesverlauf legte der Dow-Jones im Vergleich zur Vorwoche kräftig 1,07 Prozent zu, der Nasdaq rückte um 1,85 Prozent vor und der S&P um 0,8 Prozent.

Händlern zufolge blieben die Umsätze im Tagesverlauf verhältnismäßig gering, weil viele Marktteilnehmer vor dem Feiertag „Columbus Day“ am Montag einen Tag frei genommen hätten. Am Montag findet kein Handel mit US-Staatsanleihen statt, dagegen wird an den US-Aktienmärkten zu den üblichen Geschäftszeiten gehandelt.

„Wir hatten einen schönen Aufschwung und jetzt legen die Investoren eine Atempause ein. Das war möglicherweise einer der ruhigsten Geschäftstage in diesem Monat“, sagte Sean Martin vom haus A. Gary Shilling & Co. Hugh Johnson von der First Albany Corp sagte, es sei klar gewesen, dass es zu einer derartigen Verlangsamung am Markt kommen werde, bevor in der nächsten Woche große US-Unternehmen berichten. „Das ist ganz klar die große Woche. Alle führenden Technologiefirmen werden ihre Quartalsergebnisse vorlegen“, fügte er hinzu.

In den vergangenen Tagen hatte der Optimismus der Anleger zu Beginn der Berichtssaison zum dritten Quartal den Börsen noch Auftrieb gegeben. Inzwischen habe der Markt etwas an Schwung verloren, sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. „Wir sind zwar optimistisch, was die Aktien angeht, gehen aber nicht davon aus, dass sie in die Höhe schnellen. Dass GE seine Prognose senkte, war eine kleine Überraschung. Daher werden die Investoren vorsichtig sein.“

GE-Aktien verloren fast 2,7 Prozent auf 29,32 Dollar. Der Mischkonzern hatte zuvor seine Gewinnerwartungen für das laufende Quartal nach unten geschraubt sowie die Übernahme des britischen Pharma- und Medizingeräteherstellers Amersham für umgerechnet rund 8,1 Mrd. Euro angekündigt. Für das vergangene Vierteljahr hatte GE ein Ergebnis im Rahmen der Expertenprognosen vorgelegt.

Halbleiter-Aktien stützen den Markt mit Kursgewinnen, nachdem die Deutsche Bank die Titel von Texas Instruments und Intel heraufgestuft hatte. Texas Instruments gewannen knapp 2 Prozent auf 25,48 Dollar, Intel 2,22 Prozent auf 30,43 Dollar.

Die Papiere des weltweit zweitgrößten Netzwerkausrüsters Juniper Networks dagegen verloren 4,24 Prozent auf 17,62 Dollar, obwohl das Unternehmen am Vorabend nach Börsenschluss für das vergangene Geschäftsquartal eine Umsatzsteigerung um 13 Prozent sowie die Rückkehr in die Gewinnzone bekannt gegeben hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,11 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 765 Werte legten zu, 1 461 gaben nach und 193 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,46 Milliarden Aktien 1 475 Werte im Plus, 1 693 im Minus und elf unverändert. An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen nach einem verkürztem Geschäftstag 9/32 auf 99-30/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,255 Prozent. Die 30-jährigen Bonds rückten um 15/32 auf 102-24/32 Zähler vor, womit sich eine Rendite von 5,184 Prozent ergab.

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