Angst vor Hurrikan „Rita“
Börse in Tokio legt weiter zu

Asiens Aktienmärkte haben am Mittwoch ein uneinheitliches Bild abgegeben. Während manche Börsen in banger Erwartung des Hurrikans „Rita“ nachgaben setzte die Tokioter Börse ihren Höhenflug fort.

HB TOKIO/SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,37 % fester bei 13196 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,38 % auf 1357 Zähler. Der Euro bewegte sich indes weiter in der Nähe eines Sieben-Wochen-Tiefs zum Dollar.

Wirbelsturm „Rita“ nahm Kurs auf die US-Golfküste, wo er in den kommenden Tagen das Festland erreichen sollte. An Teilen der Küste von Texas und Louisiana wurde der Notstand ausgerufen. Meteorologen rechneten damit, dass „Rita“ sich zu einem Hurrikan der zweithöchsten Stufe entwickeln würde. „Am Markt dreht sich jetzt alles um den Hurrikan“, sagte Analyst Ken Hasegawa von Himawari CX Inc. „Es gilt jetzt die Folgen in den nächsten zwei Tagen abzuwarten, denn sie werden die Marktrichtung vorgeben.“ Investoren befürchteten vor allem, „Rita“ könnte wie Hurrikan „Katrina“ vor rund drei Wochen die Ölproduktion im Golf von Mexiko schmälern. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl stieg im asiatischen Handel um 1,30 auf 67,50 Dollar.

Grundsätzliche Sorgen über die Entwicklung der US-Wirtschaft macht den Tokioter Markt Analysten zufolge besonders für ausländische Investoren interessant. Sie kauften inzwischen auch Aktien abseits der gängigen Stahl- und Bankenwerte, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. Dazu zählten Textilwerte wie etwa Teijin, die um 0,8 % zulegten. Auch Autowerte verzeichneten Gewinne: Die Aktien von Mazda Motor schlossen mit einem Plus von 3,08 %, die Papiere von Nissan Motor mit 0,57 % im Plus.

Die Börse in Südkorea tendierte ebenfalls positiv, während die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Singapur Verluste verzeichneten.

Die Zinsanhebung der Fed hatte die US-Börsen am Dienstag ins Minus gedrückt. Die Fed hatte den Leitzins zum elften Mal in Folge um 25 Basispunkte angehoben und eine weiterhin maßvolle Straffung ihrer Geldpolitik signalisiert.

Ein Euro wurde im Handel in Fernost mit 1,2185 Dollar gehandelt nach 1,2115 Dollar im späten US-Handel. Gegenüber dem Yen sank der Dollar auf 111,68 Yen nach 111,95 Yen. Der Preis je Feinunze Gold fiel auf 467,50 Dollar.

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