Anlageprofis zu Griechenland „Die Märkte sind ziemlich in Wallung“

Die Einigung im griechischen Schuldenpoker lässt auf sich warten, die Märkte bleiben nervös. Während der Dax sich in Deckung hält, sind Bundesanleihen kurzfristig gefragt. Was Anlageprofis zur verfahrenen Lage sagen.
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Droht Syriza die Spaltung?

Droht Syriza die Spaltung?

Frankfurt, DüsseldorfDer Schuldenpoker um Griechenland wirkt mehr als verfahren. Nach der geplatzten Verhandlungsrunde zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und Vertretern der Gläubiger schießt nun die griechische Regierungspartei wieder mal gegen die EZB, IWF und Co. „Die Forderung der Geldgeber, vernichtende Maßnahmen wieder auf den Tisch zu legen, belegt, dass die Erpressung gegen Griechenland einen neuen Höhepunkt erreicht“, ätzt der Sprecher der Syriza-Parlamentsfraktion, Nikos Filis, im Fernsehen.

Eine Einigung ohne Maßnahmen bei den Schulden könne es nicht geben, verweist Arbeitsminister Panos Skourletis auf das aktuelle Verhandlungsfeld. Unter den Gläubigern spielt man den Ball nun wohl wieder Richtung IWF und zu deren Chefin Christine Lagarde, bevor die Euro-Finanzminister heute Mittag weiter verhandeln. Kein Wunder also, dass Experten in jedem Fall stärkere Schwankungen an den Finanzmärkten erwarten. Manche warnen explizit vor einem Grexit.

Am Morgen notiert der Dax knapp unter dem gestrigen Schlusskurs bei rund 11.450 Punkten. Geht es nach Thomas Hollenbach, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, wird der Leitindex dem „Wechselbad der Erwartungen“ auch weiter ausgesetzt bleiben. Denn ob der gordische Knoten im griechischen Schuldendrama heute durchschlagen werden kann, bleibt nach Einschätzung von Hollenbach offen.

„An den Märkten gehen die meisten Teilnehmer nach wie vor von einem Kompromiss 'neue Kredite gegen Reformen' aus“, glaubt dagegen Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Mehr als alles andere sei die Währungsunion eine politische Entscheidung.

Wenn eine Einigung kurzfristig nicht in Sicht komme, könnte das die Finanzmärkte bestenfalls kurzfristig „ziemlich in Wallung“ bringen. Aktienmärkte können kurzfristig die Talfahrt antreten, Kater sieht dann Kaufgelegenheiten. Langfristig würde man dann wieder zur Tagesordnung übergehen – und sich wieder mehr um niedrige Zinsen sorgen als um das „rein europapolitische Thema“ Griechenland.

Bundesanleihen profitieren kurzfristig
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5 Kommentare zu "Anlageprofis zu Griechenland: „Die Märkte sind ziemlich in Wallung“"

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  • Ich bin immer noch in Wallung....gestern schön zu sehen...das hoch und runter und runter und hoch...hunderte Punkte in Minuten....das handelt natürlich kein Mensch mehr...nur Maschinen in Hochfrequenz...alles vollautomatisch emotionslos....aber immerwährenden Gewinn

  • Herrlich, eine bessere Marktanalyse als Bauer

  • >> wer sind denn "DIE MÄRKTE"....>>

    Das ist die "Hand Gottes", die man uns täglich vorführt.

    Im realen Leben sind es simple Spekulanten, die uns das Geld aus der Tasche ziehen.
    Über Börsen, Inflation, korrupte Regierungen, Schmarotzer im Staatsdienst.

  • "die Märkte sind ziemlich in Wallung!"

    wer sind denn "DIE MÄRKTE"....da handelt doch kein Mensch mehr...nur noch Hochfrequenzrechner in Nanosekunden Gewinne machen....sieht man heute wirder deutlich...100 Punkte runter....200 Punkte rauf in kurzer Zeit....alles vollautomatisch...der Markt wird von der Technik und Systemen bestimmt...es handelt doch kein Mensch mehr im Selbstbedienungsladen der Reichen

  • >> Anleger warten auf die Rückkehr zur Normalität >>

    Vor allem warten EUROPAS BÜRGER auf die Rückkehr der Normalität !

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