Anleger gönnen sich eine Atempause
Dax schließt unter 4900 Punkten

Der Markt sei nach der starken Juli-Rally nun etwas „heiß gelaufen“, sagten Aktienhändler am Donnerstag. Einer Umfrage der Börse zufolge sind die Anleger in puncto Dax-Entwicklung mittlerweile so pessimistisch wie seit Wochen nicht mehr.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienindex hat am Donnerstag knapp über seinem Tagestief geschlossen. Er ging mit einem Minus von 1,00 % auf 4874,06 Punkte aus dem Handel. Der TecDax verlor 1,32 % auf 591,08 Zähler. Der MDax hingegen behauptete sich gut mit plus 0,29 % auf 6755,65 Punkte.

Kursverluste bei Auto- und Technologiewerten haben den Dax auf Talfahrt geschickt. Unter Druck standen auch die Titel der Münchener Rück nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal. „Der Markt war reif für eine Konsolidierung“, urteilte Christian Schmidt, Marktanalyst bei Helaba Trust. Seit Anfang Juli hat der Standardwerteindex rund sieben Prozent an Wert gewonnen. „Die Frage ist jetzt, wie weit es nach unten geht, bevor die ersten die Kursverluste zum Einstieg nutzen“, ergänzte Schmidt. Als Belastungsfaktor nannten Börsianer auch den zuletzt wieder gestiegenen Euro und den bei knapp 62 Dollar notierenden Preis für US-Leichtöl.

Verkauft wurden neben Auto- auch Technologiewerte. Angeführt von Kursverlusten von Epcos, Aixtron und GPC Biotech nach enttäuschenden Quartalszahlen rutschte der TecDax 1,3 % auf 591 Punkte ab. Im Dax verzeichneten Werte wie Infineon, Siemens und SAP Kursverluste von bis zu zwei Prozent. Händler erklärten das Minus mit der Abwärtstendenz des Gesamtmarktes, auf die Technologiewerte besonders sensibel reagierten.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten mit Abschlägen von mehr als zwei Prozent die Titel von Daimler-Chrysler und BMW. „Nach der jüngsten Kursrally ist bei den Autowerten etwas die Luft raus“, sagte ein Händler. Ein anderer verwies auf den starken Ergebniseinbruch bei BMW, der der Aktie schon am Mittwoch zugesetzt hatte.

Um 1,3 % auf 93,89 € fielen die Papiere der Münchener Rück. „Das Nettoergebnis ist auf Grund der hohen Steuerlast deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, sagte Karsten Keil, Analyst bei Helaba Trust. Operativ habe die Münchener Rück aber eine recht starke Entwicklung im zweiten Quartal verzeichnet.

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