Anleger konzentrieren sich auf Börsenschluss
Lucent und Ford drücken Wall Street ins Minus

Im frühen Geschäft hatte noch ein überraschend positives Quartalsergebnis des weltgrößten Chipherstellers Intel die Hoffnung der Investoren auf allgemein bessere Unternehmensgewinne gestärkt und damit der Wall Street Gewinne beschert.

Reuters NEW YORK. Enttäuschende Nachrichten vom US-Telekomausrüster Lucent und vom weltweit zweitgrößten Autokonzern Ford Motor haben die Kurse an den US-Aktienmärkten am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der 30 Standardwerte umfassende Dow-Jones-Index schloss um 0,38 Prozent im Minus bei rund 9094 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,30 Prozent auf etwa 1747 Punkte. Der breit gefasste S&P-Index büßte 0,63 Prozent auf rund 994 Zähler ein.

„Wir haben bisher keinen wirklich starken Hinweis auf das zweite Halbjahr bekommen. Die offene Frage ist für jeden, der jetzt investiert, ist das (die Kursanstiege in den vergangenen Wochen) ein Fall von zu weit, zu schnell oder brauchen wir eine Konsolidierung?“, sagte Charles White, Stratege bei OEM Avatar LIC.

Seit den Tiefständen am 11. März haben die US-Aktienmärkte kräftig zugelegt. Ursache dafür waren wachsende Hoffnungen der Anleger auf bessere Unternehmensgewinne und eine konjunkturelle Erholung in den USA. Intel lieferte Händlern zufolge zur Eröffnung einen kräftigen Schub, aber die Investoren seien nun auf dem Höhepunkt der Berichtssaison für das zweite Quartal verunsichert.

Intel hatte am Dienstag nach Börsenschluss von einer Verdoppelung seines Gewinns im zweiten Quartal berichtet. Die Papiere des Unternehmens legten fünf Prozent auf 25,31 Dollar zu. Dagegen sackten die Titel von Lucent um 12,5 Prozent auf 1,68 Dollar ab, nachdem das Unternehmen nicht mehr damit rechnet, in diesem Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückzukehren. Deutliche Abschläge mussten auch die Aktien von Ford hinnehmen, die um mehr als fünf Prozent auf 10,99 Dollar abgaben.

Wegen eines enttäuschenden Ausblicks auf das laufende Jahr verkauften die Anleger auch Aktien des weltweit zweitgrößten Handy-Hersteller Motorola. Die Papiere rutschten um knapp fünf Prozent auf 9,34 Dollar ab.

Die Aufmerksamkeit der Anleger wird sich Händlern zufolge im weiteren Verlauf auf die nach Börsenschluss erwarteten Zwischenberichte konzentrieren. Dann wollten unter anderem IBM und Apple ihre Quartalsergebnisse vorlegen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 1018 Werte legten zu, 2244 gaben nach und 171 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,90 Milliarden Aktien 1361 im Plus, 1810 im Minus und zehn unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 97-19/32 zu. Sie rentierten mit 3,921 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen 1-3/32 auf 107-6/32 und hatten eine Rendite von 4,896 Prozent.

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