Anschlagsängste belasten
US-Börsen schließen im Minus

Die Terroranschläge in der Türkei sowie eine in einer arabischen Zeitung verbreitete El-Kaida-Drohung, weitere Anschläge in den USA, Großbritannien, Australien und Japan zu verüben, haben die Aktienkurse an der Wall Street belastet.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss 0,59 % niedriger mit 9710 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,64 % auf 1043 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor etwa ein Prozent und endete auf 1909 Punkte.

„Man bekommt zunehmend das Gefühl, dass die Terroristen sich besser organisieren“, sagte Brian Williamson von Boston Company Asset Management. Je näher die Anschlagsorte an den USA sein, desto stärker würden die Märkte reagieren. Zu den Verlierern gehörten Fluglinien wie Southwest Airlines mit drei Prozent minus, Delta und Continental Airlines mit fast vier Prozent sowie US Airways mit mehr als vier Prozent.

Sorgen machte den Händlern zudem die Höhe der Aktienkurse. Seit den Tiefstständen im März 2003 haben Aktien zum Teil deutlich an Wert gewonnen und reflektieren nach Ansicht einiger Investoren bereits die Erholung der US-Wirtschaft. „Man hat reich bewertete Aktien, und jeder kleine Schluckauf der Wirtschaft könnte ein Problem sein“, sagte Stephen Massocca von Pacific Growth Equities.

Die Aktien des Spielzeughändlers Toys R Us gaben um mehr als zwölf Prozent auf 11,18 Dollar nach, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal einen höheren Verlust und die Schließung aller „Kids R Us“-Bekleidungsfilialen bekannt gegeben hatte. Toys R Us steht unter hartem Konkurrenzdruck durch Ketten wie Wal-Mart und Target. Zu den Verlierern gehörte auch der Kreditkarten-Herausgeber Metris, der mitteilte, er werde seine Zahlen für das dritte Quartal zunächst nicht veröffentlichen. Metris-Aktien schlossen um mehr als 13 % tiefer.

Ohne große Auswirkungen auf die Kurse blieben die unerwartet hohen Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen in den USA für September. Die Vorräte legten im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem unveränderten Niveau gerechnet. Die Bestände an unverkauften Autos und Autoteilen legten um 1,5 % zu, der stärkste Anstieg seit Februar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Mrd. Aktien den Besitzer. 977 Werte legten zu, 2276 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Mrd. Aktien 994 Werte im Plus, 2202 im Minus und 146 unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 7/32 auf 100-14/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,1954 %. Die 30-jährigen Bonds stiegen im Kurs um 4/32 auf 104-26/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,0472 %.

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