Apple und Lowe's gefragt
US-Börsen feiern Ölpreis-Rückgang

Positive Unternehmensnachrichten sowie ein deutlich sinkender Öl-Preis haben am Montag die Stimmung an der Wall Street aufgehellt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10 655 und einem Tief von 10 557 Punkten. Er verließ den Handel um 0,32 % fester bei 10 634 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,28 % auf 1233 Zähler zu. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,47 % auf 2167 Stellen.

"Wir haben heute morgen eine kleine Pause beim Öl, und ich denke, daran liegt es", kommentierte Analyst Jim Fehrenbach von Piper Jaffray die starken Kursgewinne vieler Werte innerhalb der führenden Indizes. "Das wird der große Beschleuniger sein." Nach den Höhenflügen vom Freitag kostete ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl zu Wochenbeginn zeitweise rund 60 Cent weniger. Fehrenbach zufolge ist es aber nicht ausgeschlossen, dass der Öl-Preis wegen der anhaltenden Spannungen zwischen dem Öl-Exporteur Iran und dem Westen schnell wieder steigen und sogar die 70-Dollar-Marke erreichen könnte. Hohe Öl-Preise wecken an der Wall Street regelmäßig Sorgen vor schwächeren Unternehmensgewinnen und einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

Zu den größten Kurs-Verlierern zählten Titel der drittgrößten US-Fluggesellschaft Delta Airlines, die um fast 13,7 % auf 1,39 Dollar nachgaben. Medienberichte vom Wochenende hatten die Spekulationen genährt, der Konzern stehe kurz davor, das Konkursverfahren zu beantragen.

Gegen den Trend verloren auch Papiere des Heim-Ausstatters Bed, Bath & Beyond - um rund 1,7 % auf 43,56 Dollar. Berichten zufolge hat Goldman Sachs die Aktie des Konzerns heruntergestuft.

Gefragt waren nach einer positiven Einschätzung von Piper Jaffray Papiere des US-Computerkonzerns Apple, die sich um rund 3,4 % auf 47,68 Dollar verteuerten. Auch Aktien des Heimwerker-Marktes Lowe's Cos. stiegen - um fast 1,1 % auf 65,89 Dollar. Der Konzern hatte mit seiner Gewinnsteigerung die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Titel des weltgrößten Medienkonzerns Time Warner legten um rund 1,4 % auf 18,50 Dollar zu. Zuvor hatte der US-Großinvestor Carl Icahn von der Firma eine Reihe von Maßnahmen zu Gunsten der Aktionäre gefordert. Aktien des US-Elektronik- und Testgeräte-Herstellers Agilent Technologies stiegen um fast 14,9 % auf 30,33 Dollar. Das Unternehmen hatte angekündigt, seine Halbleitersparte und seine Anteile an dem Leuchtmittel-Hersteller Lumileds zu verkaufen, was die Investoren offenbar honorierten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Mrd. Aktien den Besitzer. 1924 Werte legten zu, 1374 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,37 Mrd. Aktien 1763 im Plus, 1293 im Minus und 146 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 08/32 auf 99-24/32 nach. Sie rentierten mit 4,281 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 14/32 auf 113-18/32 und hatten eine Rendite von 4,477 %.

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