Arbeitsmarktdaten enttäuschen Anleger
Dow Jones verteidigt 10 000-Punkte-Marke

Die US-Aktienbörsen haben am Donnerstag nach wechselhaften Kursbewegungen leicht im Plus geschlossen. Die niedrigeren Ölpreise hätten die Kurse gestützt, sagten Analysten. Die überraschende Zinserhöhung der chinesischen Nationalbank habe allerdings die Sorgen der Anleger über eine Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums verstärkt und damit die Stimmung an den US-Börsen gedämpft.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 10 004 Punkten um 0,02 Prozent im Plus, nachdem er sich im Verlauf zwischen 9952 und 10 044 Punkten bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging mit 1 127 Punkten um 0,18 Prozent höher aus dem Markt. Der Nasdaq-Composite lag zum Schluss um 0,29 Prozent höher bei 1 975 Punkten.

Am Donnerstagabend kostete US-Leichtöl nur noch 50,80 Dollar je Barrel (Barrel = 159 Liter), nachdem am Mittwoch ein unerwartet starker Anstieg der US-Rohölvorräte bei den spekulativen Fonds Gewinnmitnahmen ausgelöst hatte. Anfang der Woche hatte der Preis noch auf einem Rekordhoch von 55,67 Dollar gelegen. „Ein niedrigerer Ölpreis ist sehr positiv für die Märkte“, sagte ein Analyst. An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass hohe Ölpreise die Ergebnisse der Unternehmen belasten und das US-Wirtschaftswachstum dämpfen würden.

Auch die Zinserhöhung in China könnte sich positiv auf den Ölpreis auswirken, sagten einige Analysten. Die chinesische Zentralbank hatte am Donnerstag überraschend die Erhöhung ihrer Leitzinsen angekündigt. Die chinesische Regierung versucht zu verhindern, dass die Wirtschaft des Landes überhitzt.

Die Ankündigung der Zinserhöhung belastete vor allem die Aktien der Unternehmen, die vom starken Wirtschaftswachstum in China profitierten. So verloren die Aktien des weltgrößten Aluminiumproduzenten Alcoa 2,88 Prozent und die Titel des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar 1,57 Prozent.

Die Aktien der Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough profitierten von der Mitteilung der Unternehmen, dass ihr vor kurzem eingeführter Cholesterinsenker besser sei als das bekannte Pfizer-Medikament Lipitor. Merck-Aktien legten 1,1 Prozent zu, Schering-Plough-Aktien ein Prozent. Pfizer fielen dagegen um 1,14 Prozent. An der Technologiebörse Nasdaq verloren die JDS Uniphase-Aktien rund zehn Prozent. Der weltgrößte Hersteller von Glasfaserkomponenten hatte am Vortag für das abgelaufene Quartal einen Verlust von 36 Millionen Dollar ausgewiesen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,63 Milliarden Aktien den Besitzer. 1713 Werte legten zu, 1570 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,80 Milliarden Aktien 1482 Werte im Plus, 1564 im Minus und 173 unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 6/32 auf 101-16/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,062 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen im Kurs 13/32 auf 108-5/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,823 Prozent.

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