Arbeitsmarktdaten enttäuschten
Wall Street erholt sich langsam

Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht hat die Wall Street am Freitag deutlich belastet. Im weiteren Verlauf verringerten die Standardwerte ihre Verluste aber etwas, und Technologietitel drehten ins Plus.

HB NEW YORK. Die Anleger würden sich nun wieder auf die jüngsten Anzeichen für eine Wirtschaftserholung in den USA konzentrieren, sagten Händler. Auch habe sich die angekündigte Verringerung der Terror-Warnstufe für die USA positiv am Markt ausgewirkt. Der Dow-Jones-Index verlor 0,49 Prozent auf 10.540 Punkte, und der S&P-Index gab um 0,27 Prozent nach auf 1128 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index legte 0,22 Prozent zu auf 2104 Punkte.

„Die Leute blicken mit einer gewissen Art von Unglaube auf die Arbeitsmarktzahlen“, sagte Rich Nash, Chef-Marktstratege von Victory Capital Management. „Die Arbeitsmarktzahlen sind nicht konsistent mit anderen Daten, die auf ein deutliches Anziehen der Wirtschaft hindeuten“, sagte er. Im Dezember lag das Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft nach Angaben des US-Arbeitsministeriums nur bei 1000 Stellen, während Analysten im Schnitt mit einer Zunahme um 130 000 gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote sank dagegen auf 5,7 Prozent von 5,9 Prozent im November. Hauptgrund für den Rückgang war allerdings, dass sich rund 433 000 Menschen vom Arbeitsmarkt zurückzogen. Positiv aufgenommen wurde am Markt Händlern zufolge die US-Ankündigung, die Terror-Alarmstufe auf „erhöht“ von „hoch“ senken.

Die Aktien des Aluminium-Konzerns Alcoa, der am Vorabend nach US-Börsenschluss seinen Bericht für das vierte Quartal vorgelegt hatte, sanken um 2,87 Prozent auf 37,55 Dollar. Zwar erzielte der Dow-Jones-Wert einen Gewinn über den Erwartungen, allerdings zeigten sich Experten von Alcoas niedriger Steuerrate sowie von Einnahmen von Versicherungen beunruhigt.

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