Arbeitsmarktdaten stützen
US-Börsen leicht im Plus

Nach überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen zum Wochenausklang leicht im Plus geschlossen. Die Anleger zeigten sich allerdings Händlern zufolge angesichts der wieder auflebenden Furcht vor steigenden Zinsen zurückhaltend.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,05 Prozent höher mit rund 10.292 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.347 und einem Tief von 10.280 Punkten bewegt. Der S&P-500-Index zog um 0,37 Prozent auf etwa 1195 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,30 Prozent auf rund 2090 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche fiel der Dow 2,6 Prozent, der S&P 2,7 Prozent und der Nasdaq 2,9 Prozent.

Die Arbeitsmarktzahlen ließen hoffen, dass die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums auf den Hurrikan „Katrina“ zurückzuführen sei, sagte John Caldwell, Chef-Investmentstratege bei der McDonald Financial Group. Die Hurrikan-Katastrophe hatte den US-Arbeitsmarkt im September weniger stark belastet als von Analysten befürchtet. Der Stellenrückgang fiel mit 35 000 nicht so deutlich aus wie erwartet. Ohne den Hurrikan wären nach Angaben des Arbeitsministeriums sogar bis zu 200 000 Stellen geschaffen worden.

Caldwell zeigte sich allerdings besorgt wegen des Anstiegs der durchschnittlichen Stundenlöhne, der im Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wurde. Damit würden die Inflationssorgen bei vielen Anlegern wieder in den Vordergrund rücken, sagte er. Mit Hinweise auf erhöhte Inflationsrisiken hatten bereits in den vergangenen Tagen die Präsidenten mehrerer regionaler Federal-Reserve-Banken die Angst der Anleger vor einer Verteuerung der Geldbeschaffung geschürt. Sie könnte Wachstum und Unternehmensgewinne drosseln.

Kursanstiege bei Biotechnologieunternehmen

Bei den Standardwerten schnitten die Ölgesellschaft Exxon Mobil Corp und der Baumaschinenhersteller Caterpillar besonders gut ab. Die Exxon-Aktie verteuerte sich um 1,76 Prozent auf 59,60 Dollar, während der Kurs der Caterpillar-Aktie 2,59 Prozent auf 56,62 Dollar stieg.

Deutliche Kursanstiege verzeichneten auch die Aktien von Biotechnologieunternehmen, die Mittel zur Bekämpfung der Vogelgrippe entwickeln. So legte die Aktie von BioCryst Pharmaceuticals um 13,55 Prozent auf 11,65 Dollar zu, während sich die Aktien von Gilead Sciences um 4,37 Prozent auf 47,51 Dollar verteuerten. An der in Asien ausgebrochenen Krankheit sind dort bereits mehr als 100 Menschen gestorben.

Delphi verzeichneten einem Absturz. Der Zulieferer für die Automobilindustrie fordert weitreichende Zugeständnisse von den Gewerkschaften. Außerdem könnte das Unternehmen noch am Freitag Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,60 Milliarden Aktien den Besitzer. 2011 Werte legten zu, 1283 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,46 Milliarden Aktien 1708 Werte im Plus, 1276 im Minus und 163 unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 10/32 auf 99-5/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,356 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen sogar um 23/32 auf 112-2/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,567 Prozent.

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