Arbeitsvermittlungsfirmen mit Kursverlusten
US-Arbeitsmarktdaten bescheren Wall Street herbe Verluste

Enttäuschend ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die Aktienmärkte an der New Yorker Wall Street belastet. Der Standardwerteindex Dow Jones rutschte um 1,5 Prozent ab und beendete den Handel bei 9 815,33 Punkten.

HB NEW YORK. Der S&P-500-Index ging um 1,55 Prozent zurück und schloss bei einem Stand von 1 064 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq gab noch stärker um 2,5 Prozent auf 1 776 Zähler nach. Damit sank der technologielastige Index erstmals seit Oktober unter die wichtige Marke von 1800 Punkten. Dow und Nasdaq steuern damit auf einen Wochenverlust von drei beziehungsweise fünf Prozent zu.

Die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten waren am Freitag das bestimmende Thema am Aktienmarkt, das auch die anhaltende Sorge um Lieferengpässe am Ölmarkt überlagerte. Der Preis für Ölfutures an der Nymex stieg in New York am sechsten Handelstag in Folge auf ein neues Rekordhoch: Der Preis pro Barrel (knapp 159 Liter) für leichtes US-Öl stieg zeitweise auf knapp 44,77 Dollar, bevor er sich im Verlauf auf 43,95 Dollar verbilligte.

Das US-Arbeitsministerium hatte vor Handelsbeginn einen Zuwachs der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft im Juli um 32 000 mitgeteilt. Analysten hatten im Schnitt mit einem weitaus kräftigeren Plus von 228 000 Stellen gerechnet. „Das verdüstert auch den Ausblick auf die Verbraucherausgaben. Der Stellen- und der Lohnzuwachs fällt niedriger als erwartet aus“, sagte Jeffrey Saut von Raymond James Financial. Die Aktienkurse würden vorerst in einer engen Spanne verharren, prognostizierte er. Einige Analysten rechneten nach den neuen Arbeitsmarktzahlen damit, dass die US-Notenbank die Zinsen langsamer als erwartet erhöhen wird. Am Dienstag tritt die Fed-Spitze zusammen, um über die weiteren Zinsschritte zu entscheiden.

Wegen der enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten mussten insbesondere Aktien von Arbeitsvermittlungsfirmen kräftige Kursverluste hinnehmen: Die Papiere des weltweit zweitgrößten Unternehmens der Branche, Manpower, gaben um 5,4 Prozent auf 39,73 Dollar nach. Die Aktien des im Dow gelisteten Mischkonzerns Honeywell verloren 3,3 Prozent auf 34,58 Dollar. Zu den Kursgewinnern gehörten hingegen die Aktien der zweitgrößte US-Telefongesellschaft für Ferngespräche, MCI. Das Unternehmen hatte die Anleger am Vortag mit der Bekanntgabe einer Quartalsdividende von 40 Cent je Aktie erfreut, die für viele Empfänger steuerfrei ausfallen dürfte. Die Barauszahlung ist Teil eines Plans des Unternehmens, 2,2 Milliarden Dollar an die Aktionäre auszuschütten.

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