Asiatische Aktien
Nikkei klettert auf 9 958 Punkte

Die japanische Börse liegt wieder kräftig im Plus. Auch wenn der Nikkei die 10 000 Punkte nicht halten konnte sind die Anleger zufrieden. Der Index verzeichnete sein bestes Quartal seit 1995. Die Rallye könnte weitergehen.

HB TOKIO. Im Osten geht die Sonne auf. Hoffnungen auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt haben die Aktienmärkte in Fernost beflügelt. In Tokio gehörten Technologie- und Rohstoffwerte zu den größten Gewinnern. Letztere profitierten vom Anstieg des Ölpreises.

Der 225 Werte umfassende Nikkei kletterte kurzzeitig über die Marke von 10 000 Punkten und schloss 1,8 Prozent im Plus auf 9958 Punkten. Der Index verzeichnete sein bestes Quartal seit 1995. Er legte von April bis Juni rund 23 Prozent zu. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte 1,6 Prozent auf 929 Zähler. Auch in Taiwan, Seoul und Hongkong gingen die Kurse hoch. Lediglich Shanghai erlitt Verluste.

Die Stimmung helle sich kontinuierlich auf, sagten Analysten zum Ende des ersten Quartals im japanischen Finanzjahr. "Es mag etwas sehr optimistisch sein, aber wir glauben daran, dass die Konjunkturdaten, die wir diese Woche in den USA und Japan noch bekommen, bestätigen, dass wir das Schlimmste hinter uns haben", sagte ein Investmentstratege. Dennoch hielten sich zum Ende des zweiten Quartals einige Anleger zurück.

Eine Verteuerung von US-Leichtöl um zeitweise mehr als zwei Prozent auf ein Acht-Monats-Hoch von 73,38 Dollar je Barrel half Rohstoffwerten auf die Sprünge. So legten die Titel von Mitsubishi 1,7 Prozent zu.

Der Chiphersteller Elpida profitierte von einer Hilfszusage der japanischen Regierung sowie privater Banken über insgesamt 1,2 Mrd. Euro. Elpida-Aktien gewannen 1,4 Prozent. Handelsminister Toshihiro Nikai begründete die Unterstützung mit den "extrem schwierigen Bedingungen" während des weltweiten Abschwungs, die Japans einzigem Hersteller von Dram-Speicherchips "trotz dessen überlegener Technologie" zu schaffen machten. Im Elpida-Sog sprangen weitere Tech-Titel in die Höhe: Tokyo Electron um 2,9 Prozent und Advantest 3,6 Prozent. Nikon-Papiere verteuerten sich gar um 6,4 Prozent.

Der Euro notierte im asiatischen Devisenhandel zum Dollar bei 1,4117 Dollar nach 1,4075 im späten US-Handel. Zum Yen handelte die Gemeinschaftswährung nahezu unverändert bei 135,24 Yen. Der Dollar tendierte gegenüber dem Yen bei 95,79 Yen nach 96,13 in New York.

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