Asiatische Aktienmärkte
Anleger machen an Fernost-Börsen Kasse

An den Aktienmärkten in Asien geht es zum Wochenende bergab. Einmal mehr bereiten Chinas Chinas Überlegungen, die Zinsen zu erhöhen, den Anlegern Kopfzerbrechen. Einige nehmen da lieber ihre jüngsten Gewinne mit.
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HB TOKIO. Die Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag überwiegend Verluste verzeichnet. Nach den jüngsten Kursanstiegen nutzten zahlreiche Anleger die Gelegenheit, um Kasse zu machen und Gewinne einzustreichen. Zudem stand eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen in China am Wochenende weiter im Fokus. Allerdings haben die Märkte eine schärfere Geldpolitik in der Volksrepublik bereits zum Teil eingepreist.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 10.211 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,4 Prozent ab auf 888 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong lagen im Minus. Lediglich in Shanghai machten Anleger Gewinne.

Der Handel war insgesamt in Asien dünn. Die freien Tage rund um Weihnachten und Silvester rücken immer stärker ins Blickfeld der Börsianer. „Zu den Gewinnmitnahmen und der Überhitzung des Marktes kommt, dass einige ausländische Investoren Finanzpositionen abbauen und sich vor Weihnachten absichern“, sagte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities.

In Japan verloren die Papiere des Kamera-Herstellers Nikon mehr als drei Prozent, nachdem Goldman Sachs seine Bewertung für die Aktie herabgestuft hatte. Dagegen legten die Papiere von Stahlunternehmen zu. Nippon Steel verteuerten sich um 1,7 Prozent und JFE Holdings um 1,1 Prozent. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hatte berichtet, dass Nippon Steel den Preis für einen bestimmten Baustahltyp anheben wolle.

Der Euro hat etwas gewonnen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3269 Dollar nach 1,3237 Dollar im späten US-Handel. „Der Euro hat gut auf die Fitch-Herabstufung von Irland reagiert“, sagte Analyst Robert Rennie von Westpac Bank. Die Gemeinschaftswährung stehe viel besser da, als viele meinten. Eine Reuters-Umfrage stützte diese Einschätzung: So rechnen die Analysten damit, dass der Euro in zwölf Monaten auch noch über 1,30 Dollar liegen dürfte.

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