Asiatische Aktienmärkte
Asienbörsen geben bei geringen Umsätzen nach

Am japanischen Aktienmarkt zeichnet sich keine Jahresendrally ab. Die Tokioter Börse schließt am Mittwoch mit einem kleinen Minus, die Handelsumsätze blieben den zweiten Tag in Folge gering.
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TokioDie Börsen in Fernost haben am Mittwoch bei insgesamt schwachem Geschäft leicht nachgegeben. Eine Jahresendrally zeichnete sich nicht ab. Die Handelsumsätze blieben nach den Weihnachtstagen erneut gering. Zudem hielt die allgemeine Vorsicht wegen der europäischen Schuldenkrise an. Es sei schwierig, neue Positionen aufzubauen, solange nicht klar sei, wie sich die Probleme auf dem Kontinent weiterentwickelten, sagten Händler.

„Alle wissen, dass Italien diese Woche noch Staatsanleihen verkauft, also mag keiner ein Risiko eingehen und investieren unter der Aussicht, dass dabei etwas Schlechtes herauskommt“, sagte Ryota Sakagami von SMBC Nikko Securities. „Der Markt wird sich kaum bewegen, solange die Europäische Zentralbank sich nicht für einen größeren Ankauf von Euro-Zone-Anleihen entscheidet und die Staats- und Regierungschefs die Rettungsfonds nicht auf einen ausreichenden Umfang bringen.“ Italien geht am Donnerstag mit drei- und zehnjährigen Anleihen an den Kapitalmarkt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio nur leicht verändert mit 0,2 Prozent im Minus bei 8423 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,39 Prozent auf 721 Punkte. Auch die übrigen Börsen in Taiwan, Korea, Shanghai und Singapur sowie in Hongkong und Australien notierten tiefer.

Bei den Einzelwerten standen insbesondere die Papiere des Fukushima-AKW-Betreibers Tepco sowie des skandalträchtigen Kameraherstellers Olympus im Fokus. Der Kurs des Energieversorgers sackte um weitere fast zwölf Prozent ein. Neun Monate nach der Atomkatastrophe in Fukushima setzt sich die Einsicht durch, dass Tepco wegen der hohen finanziellen Belastungen durch das Unglück zumindest vorübergehend verstaatlicht werden muss. Olympus-Aktien büßten fünf Prozent ein. Der Konzern hat in diesem Jahr 90 Prozent seines Börsenwerts verloren, nachdem illegale Wertpapiergeschäfte zur Verschleierung von Korruption und Bestechung aufgedeckt worden waren.

Anders als im langjährigen Durchschnitt hat der Nikkei bislang im letzten Monat des Jahres nicht zugelegt. Aufs Jahr gesehen liegt der Index um 17,5 Prozent niedriger, der Topix um fast 20 Prozent. Der New Yorker S&P 500 kommt dagegen in diesem Jahr bislang auf ein Plus von 0,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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