Asiatische Aktienmärkte
Börse in Schanghai ist der Verlierer des Jahres

Die Wirtschaft in China boomt, doch an der Börse in Schanghai war 2010 kein gutes Jahr. Nicht ganz so schlecht lief das Jahr in Tokio. Doch auch für die japaner steht am Ende des Jahres ein Minus zu Buche. Richtig gut lief es dagegen in Korea und Taiwan.
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HB TOKIO/HONGKONG.Der Shanghai-Composite rutschte in diesem um fast 16 Prozent auf 2759 Punkte ab. Unter anderem belasteten die Sorgen vor einer Immobilienblase und strengeren Auflagen für Banken die Kurse.

Besser lief es dagegen für den Hang-Seng in Hongkong, der um fünf Prozent zulegte und auch am Donnerstag mit einem leichten Plus auf 22 999 Stellen aus dem Handel ging.

Auch der Aktienmarkt in Korea verzeichnete einen Anstieg und legte für das Gesamtjahr ein Plus von 22 Prozent vor. Der Markt in Taiwan konnte auf Jahressicht um 8,8 Prozent zulegen.

Die japanische Börse hat den letzten Handelstag 2010 genauso beendet wie das Gesamtjahr: Im Minus. Der Leitindex Nikkei verlor am Donnerstag 1,1 Prozent auf 10 228 Punkte, auf Jahressicht büßte er sogar drei Prozent ein. Für den breiter gefassten Topix, der den Tag mit einem Abschlag von einem Prozent auf rund 899 Zähler beendete, belief sich das Minus auf Zwölf-Monats-Sicht auf rund 0,7 Prozent. Für den Abwärtstrend machen Analysten vor allem die Stärke des Yen verantwortlich, unter dem exportorientierte Großkonzerne wie Toyota, Canon oder Sony leiden.

Ungeachtet der durchwachsenen Jahresbilanz konnten sich die japanischen Börsen von ihren Tiefständen im Sommer und Frühherbst aber erholen, als der Nikkei zeitweise so niedrig notierte wie seit April 2009 nicht mehr. Vor allem ausländische Investoren zog es seitdem wieder nach Tokio. Im Zuge der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank und der Bank of Japan beschleunigten die Börsen ab November dann ihren Erholungskurs.

Viele Analysten gehen davon aus, dass die Aufwärtstendenz in Japan anhält, da sie die dortigen Aktien im Vergleich zu Papieren aus anderen Ländern als unterbewertet betrachten. Das Szenario bleibe jedoch nur solange aktuell, wie der Yen nicht zu stark an Wert gewinne, warnte Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments.

Die japanische Währung kletterte am Donnerstag gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit sieben Wochen. Die US-Währung gab auf Jahressicht um rund zehn Yen auf 81,44 Yen nach. "Der jüngste Anstieg des Yen kam ein bisschen unerwartet und hatte eindeutig einen negativen psychologischen Einfluss auf die Aktien", sagte Takashi Ohba von Okasan Securities. Die Titel von Sony oder Toyota fielen knapp ein Prozent.

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