Asiatische Aktienmärkte
Börse Tokio: Kleines Plus trotz schlechter Konjunkturdaten

Vor der Wahl in Japan haben die Börsen in Fernost uneinheitlich tendiert. Viele Anleger in Asien warten offenbar die Entscheidung am Sonntag ab, die erstmals seit Jahrzehnten die Liberaldemokraten in die Opposition verweisen könnte. Positive Vorgaben der Wall Street gaben dem Markt in Tokio trotz schlechter Konjunkturdaten etwas Auftrieb. Dagegen notierten die Indizes in China tiefer.

HB TOKIO/HONGKONG. Versöhnlicher Wochenausklang an der japanischen Börse: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg am Freitag um 0,6 Prozent auf 10 534 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index legte 0,5 Prozent auf 969 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Südkorea und Taiwan notierten fester. Die Börsen in Hongkong, Singapur und der chinesische Leitindex verzeichneten indes Verluste.

Die Kursanstiege in Tokio kamen trotz schwacher Konjunkturdaten zustande. Im Juli fielen die Verbraucherpreise in Japan so stark wie nie zuvor. Zugleich erreichte die Arbeitslosenquote ein Rekordhoch von 5,7 Prozent. Der Markt gehe bereits von einem Machtwechsel aus, sagte Analyst Yutaka Miura von Mizuho Securities. Die Frage sei nun, ob die neue Regierung Maßnahmen auf die Beine stellen könne, die sich mittel- bis langfristig auf Unternehmensgewinne und die Wirtschaft auswirkten.

Medienberichten zufolge vergaben die vier größten staatseigenen Banken der Volksrepublik im August deutlich weniger Kredite. An den chinesischen Börsen herrscht schon seit Wochen die Sorge, der Wirtschaftsaufschwung könnte ins Stocken geraten.

In Tokio konnten Exportwerte einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wettmachen. Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien von Casio Computer nachdem aus Kreisen verlautete, das Unternehmen wolle zur Kostenersparnis künftig gemeinsam mit NEC und Hitachi Mobiltelefone bauen. Casio-Papiere stiegen um 8,5 Prozent, NEC 0,6 Prozent und Hitachi 1,6 Prozent.

Die Anteilsscheine von Toyota gingen nach anfänglichen Verlusten unverändert aus dem Handel. Der Autobauer zieht sich aus einem seit 25 Jahren bestehenden Gemeinschaftsunternehmen mit General Motors zurück.

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