Asiatische Aktienmärkte
Fed-Geldspritze schiebt Nikkei weiter an

Die neuen Konjunkturhilfen der US-Notenbank haben den Börsen in Fernost auch am Freitag zu teils deutlichen Kursgewinnen verholfen. Vor allem der Markt in Tokio legte kräftig zu. Er verzeichnete in der abgelaufenen Woche das größte Plus seit einem Jahr. Investoren hoffen nun auf eine stärkere Belebung der Wirtschaft und setzen wieder auf riskantere Anlagen. Vor allem Rohstoff-Aktien waren heiß begehrt.
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HB TOKIO. "Hoffnungen auf mehr Liquidität im Finanzsystem breiten sich aus, nachdem die USA eine weitere Lockerung angekündigt haben", sagte Aktienexperte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities. Die Fed will bis Mitte kommenden Jahres zusätzliche Staatsanleihen im Volumen von 600 Mrd. Dollar aufkaufen, um die ökonomische Erholung anzukurbeln. Die Bank von Japan schloss sich am Freitag diesem Schritt jedoch nicht an. Sie lockert ihre Geldpolitik vorerst nicht und beließ den Leitzins bei null bis 0,1 Prozent. Im Fokus der Märkte stand ferner der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober, der für den frühen Nachmittag (MEZ) erwartet wurde.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 2,9 Prozent höher mit 9625 Punkten. Auf Wochensicht legte er 4,6 Prozent zu - so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,3 Prozent auf 834 Zähler. Beflügelt wurde der Markt vor allem von Rohstoffwerten.

Sumitomo Metal Mining zogen gut sechs Prozent an, die Aktien der Handelsfirma Mitsui & Co 4,4 Prozent. Die Titel des Autoherstellers Nissan schnellten um sechs Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen seine Jahresziele deutlich angehoben hatte.

Auch an den anderen asiatischen Börsen ging es bergauf. Der chinesische Leitindex in Shanghai notierte 1,8 Prozent höher. Der MSCI-Index für Aktien aus der Region Asien/Pazifik mit Ausnahme Japans notierte 0,9 Prozent höher.

Der Teilindex für Rohstoffwerte gewann 2,4 Prozent. Lediglich der Markt in Südkorea gab leicht nach An den Devisenmärkten notierte der Dollar-Index, der die Kursentwicklung der US-Währung im Verhältnis zu einem Korb von sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, nahe eines Elf-Monats-Tiefs. Der Euro notierte bei 1,4191 Dollar, nachdem er zuvor mit 1,4283 Dollar den höchsten Stand seit Januar erreicht hatte.

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