Asiatische Aktienmärkte
Konjunktursorgen belasten Nikkei

Zweifel am Tempo der Konjunkturerholung haben den asiatischen Börsen einen durchwachsenen Handelstag beschert. Die von der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ angekündigte Rekord-Kapitalerhöhung schickte die Aktie des Instituts und auch die Tokioter Börse auf Talfahrt. Auch schwache Daten vom US-Immobilienmarkt drückten mancherorts die Stimmung. In China überwog dagegen die Erwartung einer baldigen Erholung der Wirtschaft.
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HB HONGKONG. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent schwächer bei 9 549 Punkten, so tief wie seit vier Monaten nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,5 Prozent auf 837 Zähler, seinen niedrigsten Schlussstand seit fast sieben Monaten.

Auch die Aktienmärkte in Hongkong und Taiwan verzeichnete Verluste, während die Märkte in Südkorea und Singapur positiv tendierten. Die Börse in Shanghai legte 0,4 Prozent zu auf 3317 Punkten. Treibende Kraft waren dort vor allem Energiewerte, weil die Investoren angesichts der Erwartung einer Konjunkturerholung auf eine steigende Nachfrage etwa nach Gas setzten.

Mitsubishi UFJ hatte am Mittwoch angekündigt, 7,5 Mrd. Euro am Aktienmarkt einsammeln zu wollen, um die im Zuge der Finanzkrise verschärften Kapitalanforderungen zu erfüllen. Dies sei derzeit zu viel für den Markt, kritisierten Händler. Dass die Bank dennoch nicht abwarte, lege nahe, dass sie nicht an einen Aufschwung glaube.

Die zuletzt arg gebeutelte Aktie von Japan Airlines schloss unverändert, nachdem Delta Air Lines mit seinen Partnern des Luftfahrtbündnisses SkyTeam der vom Bankrott bedrohten Fluggesellschaft ein Hilfspaket von einer Milliarde Dollar anbot.

Der Euro kostete in Fernost 1,4915 Dollar nach 1,4960 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er mit 132,87 Yen. Der Dollar wurde für 89,10 Yen nach 89,34 Yen im späten US-Geschäft gehandelt.

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