Asiatische Aktienmärkte
Shanghai deutlich im Plus, Tokio schwächelt

Starke Industriedaten aus China haben den Asienbörsen zu einem überwiegend freundlichen Wochenstart verholfen. Der japanische Aktienmarkt schloss am Montag allerdings im Minus, belastet vom anhaltend starken Yen, der weiter in der Nähe eines Rekordhochs zum Dollar notiert.
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HB SYDNEY. Für gute Stimmung an vielen Märkten in Fernost sorgte der chinesische Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe. Dieser stieg im Oktober auf ein Sechs-Monats-Hoch und lag deutlich höher als von Volkswirten erwartet. In seinem Sog legte der MSCI-Index für die asiatischen Aktien mit Ausnahme der Tokioter Börse 1,8 Prozent zu. Besonders stark waren die Kursgewinne an den Handelsplätzen in Hongkong und Shanghai. Auch die Börsen in Seoul, Singapur und Taiwan notierten deutlich höher.

In Tokio dagegen ging es mit den Kursen bergab. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte beendete den Handel 0,5 Prozent tiefer bei 9154 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,9 Prozent auf 803 Zähler nach. Der hohe Kurs der Landeswährung, der Japans wichtige Exportwirtschaft schwächt, dominierte weiter das Marktgeschehen. Zum Wochenbeginn notierte der Yen zum Dollar mit 80,43 Yen. Im frühen Handel war die US-Währung mehr als einen Yen auf 81,60 Yen nach oben geschossen. Dies hatte Spekulationen geweckt, Japan greife erneut in den Markt ein, um den Yen-Kurs zu drücken. Doch der Dollar gab seine Kursgewinne rasch wieder ab. Händler zufolge handelte es sich wohl eher um eine technische Reaktion als eine Intervention.

Impulse für die Wechselkursentwicklung dürfte diese Woche vor allem die Federal Reserve liefern. Mit Spannung schauen die Märkte darauf, welches Volumen das weithin erwartete Programm der US-Notenbanker zum Ankauf von Anleihen haben wird. Die Aussicht auf diese geldpolitische Lockerung hat den Dollar zuletzt belastet. Eine höhere Geld-Versorgung der Märkte verringert gemeinhin den Wert der betreffenden Währung.

Unter den Einzelwerten stachen in Tokio die Aktien von Honda und Nomura heraus. Der Kurs des Autoherstellers rutschte um fünf Prozent ab, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose nicht so stark angehoben hatte wie am Markt erwartet. Nomura-Titel brachen ebenfalls um fünf Prozent ein. Das Wertpapierhandelshaus hatte mit seinen Quartalsergebnissen für Enttäuschung bei den Investoren gesorgt.

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