Asiatische Aktienmärkte überwiegend mit Kursgewinnen
Exportwerte schieben Nikkei an

Die Börse in Tokio ist am Mittwoch mit deutlichen gewinnen aus dem Handel gegangen. Vor allem die Papiere von exportorientierten Unternehmen waren gefragt. Sie profitieren vom teureren Dollar, der nahe dem höchsten Stand seit zwei Monaten blieb.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 0,95 % im Plus bei 13 436 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,8 % auf 1401 Zähler. Südkorea ging mit einem Plus von 1,57 % aus dem Handel. Die Börse in Taiwan dagegen schloss unter anderem wegen der Verluste von Halbleiter-Werten 0,23 % niedriger. Der Leitindex in Hongkong tendierte nach oben und der in Singapurnach unten.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl zur Lieferung im November gab im asiatischen Handel um 16 Cent auf 64,91 Dollar nach. Zwar berichtete der staatliche Energie-Informationsdienst der USA, dass 17 Raffinerien infolge der Hurrikane „Rita“ und „Katrina“ geschlossen blieben. Doch die Händler rechnen bereits mit der Reparatur der Anlagen und damit mit einer Linderung des derzeitigen Lieferengpasses.

In Japan kauften viele Anleger Papiere von exportstarke Unternehmen. Toyota Motor etwa kletterten um 3,23 %. „Ich glaube, der wichtigste Faktor ist der Wechselkurs Dollar-Yen“, sagte Toru Otsuka von Mizuho Investor Securities. Ausnahmen bestätigten auch hier die Regel: Die Aktien des Elektronikkonzerns Sanyo gaben um 1,95 % nach. Das Unternehmen hatte wegen Problemen unter anderem seiner Halbleiter-Sparte Stellenstreichungen angekündigt.

Die US-Börsen hatten am Dienstag kaum verändert geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,12 % höher mit 10 456 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss unverändert mit 1216 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,24 % auf 2116 Stellen. Am Mittwoch dürften unter anderem die neuen Zahlen zum Auftragseingang für langlebige Güter in den USA auf Interesse stoßen.

Der Euro wurde bei 1,2022 Dollar gehandelt nach 1,2015 Dollar im späten US-Handel am Dienstag. Zeitweise sank die Gemeinschaftswährung auf rund 1,2005 Dollar. Zum Yen legte der Dollar auf 113,05 Yen nach 113,26 Yen zu. Das Tageshoch, 113,50 Yen, entsprach dem höchsten Stand seit dem 20. Juli. Die US-Notenbank (Fed) hatte zuvor erneut signalisiert, dass sie ihre Serie von Zins-Erhöhungen fortsetzen werde. Der hohe Dollar-Kurs trug dazu bei, dass der Preis für Gold fiel. Die Barren werden meist in der US-Währung abgerechnet. Der Preis der Feinunze stabilisierte sich bei 462,30/463,80 Dollar, nachdem er sich zuvor um rund vier Dollar verbilligt hatte.

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