Asiatische Aktienmärkte uneinheitlich
Börse Tokio: Nikkei bleibt im Abwärtstrend

Unsicherheit über die Lage der US-Wirtschaft hat am Freitag die Börsen in Fernost belastet.

HB TOKIO. Vor allem in Japan zeigten sich die Anleger zum Wochenausklang angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen für August sehr vorsichtig. Auch die guten Umsatzzahlen des US-Einzelhandels, die dem Dow-Jones-Index noch zu Gewinnen verhalfen, konnten sie nicht überzeugen. In China befanden sich die Börsen weiterhin im Plus. Die Ankündigungen der chinesischen Regulierungsbehörde vom Vortag, die heimische Wirtschaft weiter zu stützen, ließ den Aktienmarkt erneut zulegen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 10 187 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab 0,8 Prozent nach auf 935 Zähler. Etwas Hoffnung machte Anlegern in Japan, dass zwar die Konsumentenausgaben von April bis Juni zwar zurückgingen, jedoch nicht so stark wie bisher. Die Börsen in Südkorea und Singapur befanden sich ebenfalls im Minus. Die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Shanghai verzeichneten dagegen Aufschläge.

Zwar lieferten eine Erholung an den US-Börsen wie auch an den chinesischen Aktienmärkten Unterstützung, und auch der jüngste Anstieg des Yen sei vorerst gestoppt, sagte Analyst Yutaka Miura von Mizuho Securities. Aber die Anleger hielten sich vor den neuen US-Arbeitsmarktdaten zurück. Dies überlagere auch die überraschend guten Umsatzzahlen vom US-Einzelhandel des Vortags. Denn es gebe unter den Börsianern Zweifel, ob diese Verkaufszahlen nachhaltig seien. Der Präsident der Dallas-Notenbank, Richard Fisher, sagte, dass die US-Wirtschaft auf dem Weg in eine lange Phase des langsamen Wachstums sei und die Arbeitslosigkeit sehr hoch bleiben werde.

Mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent gehörte die Aktie des zweitgrößten japanischen Brokerhauses Daiwa Securities zu den größten Verlierern in Tokio. Eingeweihten Personen zufolge will Daiwa ein Investmentbanking-Joint-Venture mit der Großbank Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) alleine weiterführen. Anleger fürchten, Daiwa könne in diesem Fall viele Kunden an SMFG verlieren. Zudem könnte es etwa 1,5 Mrd. Euro kosten, den SMFG-Anteil von 40 Prozent zu übernehmen. Das SMFG-Papier verlor 2,2 Prozent, die Daiwa-Aktie 6,1 Prozent. Toshiba fielen um 2,5 Prozent. Das Unternehmen denkt Kreisen zufolge darüber nach, ein Angebot für französische Areva-Analagen abzugeben.

Die Papiere von Dowa Holdings legten dagegen 3,3 Prozent zu. Der Metallhersteller profitierte davon, dass die Gold-Futures weiterhin etwa 1000 Dollar kosteten.

Am Devisenmarkt fiel der Yen zum Dollar. Auf der Handelsplattform EBS stieg die US-Währung leicht auf 92,63 Yen, Der Euro stieg einen Tag nach dem Zinsentscheid und dem bei 1,0 Prozent verbliebenen Leitzins gegenüber dem Yen und notierte bei 132,09 Yen. Zum Dollar notierte die Gemeinschaftswährung in Fernost fester bei 1,4260 Dollar nach 1,4256 Dollar zum US-Handelsschluss.

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