Asiatische Börsen
Chinas Geldpolitik gibt Aktienkursen in Fernost Auftrieb

Eine Zinserhöhung in China gilt seit Wochen als Negativszenario für die Börsen. Bisher hält sich die Notenbank in Peking aber zurück. Zu Wochenbeginn straffte sie zwar ihre Geldpolitik ein wenig, die Zinsen rührte sie aber nicht an. Den Aktienmärkten liefert das gute Vorgaben.
  • 0

HB TOKIO. Ein günstiger Yen und Chinas Maßnahmen gegen eine Überhitzung seiner Wirtschaft haben der Tokioter Börse zu einem positiven Wochenauftakt verholfen. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte gewann 0,8 Prozent und stieg auf 10 293 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legten ein Prozent zu auf 897 Zähler.

Noch stärker stiegen die Kurse an den chinesischen Märkten in Shanghai und Shenzhen zu, wo die Indizes um 1,2 bzw. zwei Prozent zulegten. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index im Vormittagshandel um 0,4 Prozent auf 23 255 Punkte. Die chinesischen Anleger reagierten erfreut auf die jüngste Entscheidung der Notenbank, die Geldpolitik noch einmal leicht zu zügeln und die Wirtschaft damit im Zaum zu halten. Die Regierung werde bestimmte Reserveanforderungen für Großbanken verlängern, sagten am Montag drei Branchenvertreter. Positiv kam dies vor allem deshalb an, weil zunächst nicht die Zinsen angehoben wurden.

"Der Markt beobachtet, ob es noch vor Ende des Jahres eine weitere Straffung in China gibt", sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Morgan Securities. "Aber bis dahin wird der Nikkei vom schwächeren Yen unterstützt." Die japanische Währung notierte unterhalb 84,00 Dollar und damit kaum verändert gegenüber der vergangenen Woche.

Aus Sorge vor einer Überhitzung des Marktes hielten sich die Händler Analysten zufolge jedoch dabei zurück, die Gelegenheit für größere Einstiege bei Exportwerten zu nutzen. Der Nikkei hatte am Freitag zwischenzeitlich mit 10.373 Punkten und damit so hoch wie seit sieben Monaten nicht mehr notiert.

Der rekordhohe Kupferpreis trieb die Aktien der Schmelze Furukawa drei Prozent in die Höhe. Dagegen verlor der Kamerahersteller Nikon 1,2 Prozent an Wert, Goldman Sachs hatte am Freitag den Verkauf der Aktien empfohlen.

Kommentare zu " Asiatische Börsen: Chinas Geldpolitik gibt Aktienkursen in Fernost Auftrieb"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%