Asiatische Börsen
Exportwerte in Japan sind wieder gesucht

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Nach guten Vorgaben aus New York schloss der Tokioter Nikkei-Index 1,6 Prozent höher. Hier war vor allem der zuletzt wegen des massiven Fahrzeug-Rückrufs gebeutelte Autohersteller Toyota gefragt, nachdem er Einzelheiten zu den anstehenden Reparaturen vorlegte.
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HB TOKIO/SCHANGHAI. Exportwerten wie Canon und Sony half heute ein schwächerer Yen auf die Sprünge. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 1,6 Prozent im Plus bei 10 371 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,6 Prozent auf 912 Punkte.

Auch die Aktienmärkte in Hongkong und Shanghai notierten fester. Die Börse in Taiwan verlor dagegen 1,3 Prozent, hier belastete die Ungewissheit über die Handelsbeziehungen zu China, nachdem die USA Waffen an Taiwan verkauft hatten. Auch der Markt in Korea tendierte schwächer. Die Börse in Singapur blieb kaum verändert.

Toyota-Papiere legten 4,5 Prozent zu. Der Weltmarktführer hatte zuvor erklärt, die Ursache für defekte Gaspedale sei gefunden. Die Autos sollten nun schnellstmöglich repariert werden. Toyota hatte wegen der Gaspedale Mio. Fahrzeuge zurückgerufen. Der Konzern teilte weiter mit, die in den USA und Kanada ausgesetzte Produktion von acht betroffenen Modellen sollte in der kommenden Woche wieder anlaufen.

Toyota-Papiere hatten an den vergangenen sieben Handelstagen 18 Prozent an Wert eingebüßt, weil Investoren sich um die Konzerngewinne sorgten. Die nächsten Zahlen werden am Donnerstag erwartet.

Von dem billigeren Yen profitierten vor allem der Kamerahersteller Canon mit einem Plus von 2,7 Prozent und der Elektronikkonzern Sony mit einem Plus von 3,1 Prozent. Tokyo Electron gewannen 2,4 Prozent.

Der besser als erwartet ausgefallene Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager (ISM) hatte zuvor bereits die Kurse an den US-Börsen nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 1,2 Prozent auf 10 185 Punkte. "Es gab eine wachsende Nervosität und Risikoscheu, aber der ISM-Bericht hat dies zu einem Zeitpunkt korrigiert, der sowohl gut für die Wall Street als auch für den Nikkei war", sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Services.

Rohöl verteuerte sich um rund 30 Cent auf 74,70 Dollar je Barrel. Der Preisanstieg rückte in Tokio Rohstoff-abhängige Titel wie die des Handelshauses Mitsubishi Corp und des Öl- und Gasfeld-Entwicklers Inpex in den Mittelpunkt.

Mitsubishi gewann gut fünf Prozent, Inpex lagen 2,9 Prozent im Plus.

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