Asiatische Börsen
Japans Aktienmarkt setzt Höhenflug fort

Japans Aktienmärkte haben zum Wochenausklang ihren Höhenflug fortgesetzt. Während andere Börsen in Asien wegen der Neujahrs-Feiertage geschlossen blieben oder von Gewinnmitnahmen geprägt waren, behauptete sich der Nikkei am Freitag über der am Vortag erreichten Marke.

HB SINGAPUR. Die Kursgewinne wurden insbesondere durch den schwachen Yen angetrieben, der zeitweilig auf ein neues Rekordtief zum Euro nachgab.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 0,44 Prozent im Plus bei 18 188 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2000. Der breiter gefasste TOPIX-Index gewann 0,67 Prozent auf 1814 Zähler, ein Wert, der zuletzt vor etwa 15 Jahren erreicht worden war. Die Börse in Seoul schloss auf einem Rekordhoch. Der Index in Singapur lag im Plus, während der Markt in Hongkong von Gewinnmitnahmen bestimmt war und nachgab. In Taiwan wird erst am Montag wieder gehandelt.

Der Anstieg in Tokio wurde insbesondere von Exportwerten getragen, die vom schwachen Yen profitierten. Advantest stieg um mehr als zwei Prozent, Canon und Tokyo Electron beide um etwa 1,2 Prozent. Einen dramatischen Verlust erlitt Sanyo Electric: Der Kurs des Technologiekonzerns brach um mehr als ein Fünftel ein. Zuvor hatte eine Zeitung berichtet, das Unternehmen habe Verluste in Höhe mehrerer hundert Mill. Euro nicht ausgewiesen.

Begrenzt wurde der Anstieg auch durch Gewinnmitnahmen. „Nachdem die Indizes einige wichtige Meilensteine erreicht haben, streichen die Investoren Gewinne mit dem Gefühl ein, etwas erreicht zu haben“, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities.

Der Yen lag zum Dollar bei 121,43 Yen nach 121,64 Yen im späten New Yorker Handel. Zum Euro lag er nach Handelsschluss bei 159,40 Yen nach 159,47 Yen in den USA und fand sich zwischenzeitlich auf einem Rekordstand von 159,63 Yen wieder. Hinter der anhaltenden Schwäche der japanischen Währung steht die Annahme der Händler, dass die Bank von Japan auf längere Zeit die Zinsen vergleichsweise niedrig halten wird. Der Euro war zum Dollar mit 1,3121 Dollar kaum verändert.

In den USA hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Donnerstag 0,41 Prozent auf 12 686 Punkte nachgegeben. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,1 Prozent auf 1456 Zähler. Der Nasdaq-Composite stieg indes um 0,26 Prozent auf 2524 Stellen. Damit schloss er auf einem Sechs-Jahres-Hoch.

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