Asiatische Börsen
Tokioter Börse folgt der Wall Street ins Minus

Nach schwachen US-Vorgaben haben am Dienstag die asiatischen Aktienmärkte Kursverluste verbucht. Händler machten für die schlechte Stimmung unter anderem anhaltende Befürchtungen vor einer weltweit steigenden Inflation verantwortlich.

HB SINGAPUR. In Tokio bereiteten den Anlegern aber auch ein möglicher Preisverfall bei Flachbild-Fernsehern Sorgen, was vor allem die Papiere der Elektronikkonzerne belastete. Der Ölpreis verharrte bei etwa 70 Dollar pro Barrel. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel zum Dollar schwächer.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 4,14 Prozent schwächer bei 14 218 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab mehr als 3,4 Prozent nach auf 1458 Stellen. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong lagen deutlich im Minus. Die anhaltende Furcht vor weiter steigenden Zinsen hatte am Montag schon die US-Börsen auf Talfahrt geschickt: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,91 Prozent schwächer, der breiter gefasste S&P-500-Index um 1,27 Prozent und der Index der Technologiebörse Nasdaq um 2,05 Prozent.

Toru Otsuka von Mizuho Investors Securities zufolge verlieren viele Investoren ihr Vertrauen in die Aktienmärkte. Mit Blick auf Japan fügte er hinzu: "Es wird immer schlimmer. Die Leute sind jetzt besorgt über die schlechte Entwicklung der Märkte, was wiederum der Wirtschaft einen Dämpfer verpassen könnte." Der Verkaufsdruck könne sogar so stark zunehmen, dass der Nikkei am Ende unter die 14 000-Punkte-Marke rutsche, warnte Takahiko Murai von Nozomi Securities.

Marktsensible Werte wie Aktien von Sharp kamen besonders unter Druck. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von LCD-Bildschirmen fielen um 7,1 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Sony gaben um 3,3 Prozent nach. Für den Abwärtstrend hatte der südkoreanische Rivale LG. Philips LCD gesorgt, der am Vortag eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte. Dessen Anteilsscheine in Südkorea brachen um 13 Prozent ein.

Der Euro kostete im fernöstlichen Devisenhandel 1,2565 Dollar und lag damit auf einem Monatstief gegenüber der US-Währung. Zum Yen bewegte sich der Dollar bei 114,59 Yen.

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