Asiatische Börsen uneinheitlich
Börse in Tokio legt leicht zu

Angesichts der anhaltenden Schwäche des Dollar haben die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Durch die Dollarschwäche ausgelöste Kursverluste wurden ausgeglichen durch einen Auftrieb bei Technologiewerten und Aktien von Stahlunternehmen.

HB SINGAPUR. Der Dollar verharrte in der Nähe seines Rekordtiefs zum Euro. Händler berichteten von einer abwartenden Haltung, da die US-Börsen am Thanksgiving-Feiertag geschlossen blieben. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,26 Prozent höher bei 10.900 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,32 Prozent auf 1094 Zähler zu. Dagegen gaben die Indizes in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur nach.

Weil die Schwäche des Dollar zunehmend die Ausfuhrprodukte verteuert und so den Absatz hemmt, gerieten vor allem Aktien einiger exportorientierter Unternehmen gerieten unter Druck. Zulegen konnten hingegen Stahlaktien, die von der Nachricht profitierten, dass der Autobauer Nissan wegen Stahl-Lieferproblemen seine Produktion vorübergehend drosseln muss. Dies werteten Händler als Beleg für die Annahme, dass japanische Stahlkonzerne wegen der Angebotsknappheit höhere Rohstoffpreise an ihre Kunden weiterreichen und zudem noch höhere Gewinnmargen aushandeln können.

Nissan-Aktien verloren 0,37 Prozent. Dagegen legten Anteilsscheine von Kobe Steel in Tokio oder des südkoreanischen Stahlherstellers Posco um mehr als vier beziehungsweise drei Prozent zu. Gestützt durch Zuwächse an New Yorker Technologiebörse Nasdaq verbuchten auch die Aktien asiatischer Technologeunternehmen Gewinne. Werte des koreanischen Bildschirmherstellers LG Philips legten zeitweise fast vier Prozent zu.

Der Dollar war zur europäischen Gemeinschaftswährung kurz vor dem Börsenstart in Tokio auf 1,3190 Dollar und damit auf einen neuen Tiefstand gefallen. Zu Börsenschluss in Tokio notierte der Euro bei 1,3182 Dollar und damit nahezu unverändert zu dem im späten New Yorker Handel erreichten Kursniveau. „Ob es heute größere Bewegungen gibt, ist wegen des Feiertags schwer zu sagen. Aber da einige Wirtschaftsdaten anstehen, wird es genug Gelegenheit für den Dollar zur Veränderung geben“, sagte ein Bankenstratege. Unter anderem veröffentlicht das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) um 10.00 Uhr seinen Index zur Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November.

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