Asiatische Märkte
Chinas Stärke zieht Kurse nach oben

China präsentiert gute Wirtschaftsdaten und schon reagieren die asiatischen Aktienbörsen mit Kurssprüngen. Die Märkte lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie anhängig sind von der Nachfrage konsumfreudiger Chinesen.
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HB TOKIO/HONGKONG. Kursgewinne von Rohstofftiteln haben den japanischen Aktienmarkt am Donnerstag kräftig nach oben gezogen. Händler verwiesen auf die anhaltende Dollar-Schwäche, die Investoren auf Rohstoffe umschwenken und die Kurse von Metall- und Öl-Unternehmen steigen lasse. Der Kurs des Dollar ging weiter in den Keller: Die US-Währung fiel im asiatischen Handel auf den tiefsten Stand seit acht Monaten.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,9 Prozent fester bei 9583 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann 1,7 Prozent auf 837 Zähler. Die Börsen in Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea lagen vor Handelsschluss durchweg im Plus.

„Die Erwartung einer weiteren geldpolitischen Lockerung in den USA ist der Grund für die Dollar-Schwäche und damit auch für die Rally bei den Rohstoff-Titeln“, sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities Capital Markets. Auch überzeugende Quartalsberichte aus den USA von JP Morgan Chase und Intel fachten die Kauflaune der Anleger an.

Die Aktien von Mitsui Mining and Smelting legten 4,5 Prozent zu, Papiere von Sumitomo Metal Mining standen vier Prozent im Plus. Etwas auf die Stimmung drückten allerdings Sorgen, der anhaltend starke Kurs des Yen könnte die Gewinne der japanischen Unternehmen belasten, die vor allem vom Export leben.

Der Aktienkurs von Yahoo Japan schoss mehr als sechs Prozent in die Höhe. Mehrere Beteiligungsgesellschaften erwägen Kreisen zufolge eine Übernahme des US-Mutterkonzerns Yahoo. Die Interessenten hätten in den vergangenen Wochen Gespräche über eine gemeinsame Offerte für Yahoo mit dem Yahoo-Rivalen AOL sowie dem Medienkonzern News Corp geführt, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person Reuters. An dem japanischen Ableger besitzt der amerikanische Mutterkonzern 35 Prozent.

Bei den Devisen kletterte der Euro auf ein Acht-Monats-Hoch von 1,4083 Dollar nach 1,3955 im späten US-Handel vom Mittwoch. Die US-Währung wird derzeit insbesondere davon belastet, dass die Anleger für die nächste Zinssitzung der US-Notenbank Fed eine Entscheidung für weitere Geldspitzen zur Stützung der Konjunktur erwarten. Beschleunigt wurde die Talfahrt der US-Währung Händlern zufolge von der Ankündigung der Zentralbank Singapurs, die Handelsspanne des Singapur-Dollar im Vergleich zu einem Korb aus anderen Währung auszuweiten. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 81,20 Yen nach 81,81 im späten New Yorker Handel.

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