Asiatische Märkte
Fed-Signale und Chipbranche beleben die Kurse

Die Aussicht auf eine weitere Geldschwemme durch die amerikansiche Zentralbank hat die Kurse an den asiatischen Börsen am morgen nach oben getrieben. Auch die japanische Notenbank deutet eine weitere Lockerung der Geldpolitk an.
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HB TOKIO. Gestern war es die Spekulation, heute ist es die gesicherte Erkenntnis, dass die US-Zentralbank weiter den Geldhahn aufdrehen will, die den asiatischen Börsen Kursgewinne beschert hat. Daneben hat der US-Chipkonzern Intel mit guten Quartalszahlen den Märkten wieder etwas Optimismus eingehaucht. Angeführt von Technologiewerten tendierten die Aktienmärkte überwiegend im Plus. Die Tokioter Börse wurde indes durch den starken Yen etwas ausgebremst.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,16 Prozent im Plus auf 9.403 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor hingegen 0,24 Prozent auf 822 Zähler. Die Börsen in Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea lagen vor Handelsschluss durchweg im Plus.

Zu den Gewinnen trugen auch die Erwartung weiterer Konjunkturstützen durch die US-Notenbank (Fed) bei. Sie geht davon aus, dass die sich nur schleppend erholende US-Wirtschaft weiteren Schub benötigt. In ihrer jüngsten zinspolitischen Sitzung am 21. September waren die US-Notenbanker der Ansicht, dass eine „weitere Lockerung in nächster Zeit nötig werden könnte“, wie es in den Protokollen zu dem Treffen hieß.

Nach den positiven Zahlen von Intel - Nettogewinn und Umsatz im dritten Quartal lagen leicht über den durchschnittlichen Markterwartungen - legten die Kurse von asiatischen Unternehmen der Branche zu. Die Aktien des Speicherherstellers Hynix klettern um deutlich mehr als drei Prozent. Die Titel des Chipausrüsters Tokyo Electron stiegen 1,34 Prozent. Canon und Nikon legten 0,26 bzw. 0,88 Prozent zu. Intel-Aktien stiegen nachbörslich um 1,2 Prozent.

Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank belastete den Dollar. Der Euro legte im fernöstlichen Devisenhandel auf 1,3954 Dollar zu von 1,3915 im späten New Yorker Geschäft am Dienstag. Zur japanischen Währung notierte der Dollar wenig verändert mit 81,86 Yen nach 81,79 im späten New Yorker Handel. Am Markt herrscht Nervosität, weil Anleger eine weitere Intervention Japans zur Schwächung des Yen für möglich halten.

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  • Die Aussicht auf eine weitere Geldschwemme ...
    Die Fed und die boE machen also weiter wie bisher, Geld drucken im 3-Schicht betrieb. Die japanische Notenbank und die EZb schließen sich auch an. War vorherzusehen, weil man die durch Überschuldung ausgelöste größte Krise der Neuzeit mit noch mehr Schulden lösen möchte. Damit kann man das Armageddon hinausschieben, aber nicht abwenden.

    Da lobe ich mir Herr Schäuble, dass auch er die Druckerpressen für die D-Mark schon angeworfen hat.

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen sicher und günstig in Edelmetalle umzuschichten.
    Um die Aktienkurse weltweit ins bodenlose sinken zu lassen, werden keine Tage oder Wochen benötigt, sondern Minuten, höchstens Stunden.
    Der normale Anleger kann darauf nicht reagieren, sondern nur dabei zusehen, wie die Arbeit eines ganzen Lebens wie Schnee in der Sonne dahin schmilzt.

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