Asiatische Märkte
Kursgewinne in Hongkong und Shanghai

Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank (Fed) hat den Dollar-Kurs an den fernöstlichen Devisenmärkten nach unten gedrückt. Die Börsen in Hongkong und Shanghai verbuchten Kursgewinne, und der Dax könnte einen erneuten Angriff auf ein Jahreshoch unternehmen.
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HB NEW YORK/TOKIO/FRANKFURT. Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank (Fed) hat den Dollar-Kurs an den fernöstlichen Devisenmärkten am Montag nach unten gedrückt. Zum Yen fiel die US-Währung auf ein 15-Jahres-Tief. Händler waren daher auf der Hut für den Fall einer erneuten Intervention der japanischen Notenbank zur Schwächung des Yen, obwohl die japanischen und US-Börsen heute jeweils feiertagsbedingt geschlossen bleiben.

Das Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) war am Wochenende ohne Einigung im Konflikt über die Wechselkurse zu Ende gegangen. Analysten gehen davon aus, dass sich der Abwertungswettlauf zwischen manchen Ländern fortsetzen wird. „Bis Mitte November dürfte zweierlei klar sein: dass die G-20-Länder formell keine Übereinkunft über die Lenkung der Devisenmärkte erzielen, aber dass den Ländern erlaubt wird, den Fall des Dollar zu bewältigen, mit dem sie durch einen erneuten Lockerungsprozess der Fed konfrontiert werden“, stellten die Experten von JP Morgan fest.

Der Dollar sank zum Yen bis auf 81,37 Yen, erholte sich später auf 82,00 Yen. Händler waren auf der Hut für den Fall einer erneuten Intervention der japanischen Notenbank zur Schwächung des Yen, obwohl die japanischen Märkte geschlossen blieben. Wegen des schwachen Dollar legten viele Investoren in China ihr Geld am lokalen Aktienmarkt an.

Die Börse in Hongkong notierte 1,23 Prozent im Plus, der Aktienmarkt in Shanghai stieg um 2,2 Prozent. In Singapur ging es 0,2 Prozent nach oben. Die Börse in Taiwan gab 0,8 Prozent nach, der Markt in Südkorea lag 0,4 Prozent im Minus.

Die Anleger setzen nach enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt darauf, dass die Federal Reserve schon Anfang November frisches Geld in den Markt pumpen könnte. „Die Investoren schienen sich wegen dieser Aussicht geradezu über die US-Arbeitsmarktzahlen zu freuen, sagte Kwak Joong-Bo, Marktanalyst bei Samsung Securities in Seoul.

Bei den Einzelwerten ging es für den südkoreanischen Chip-Hersteller Hynix fast fünf Prozent nach unten. Anleger trennten sich von den Anteilen, weil sie einen Rückgang der Chippreise fürchteten.

In Taiwan legte der Kurs des weltweit drittgrößten PC-Anbieters Acer 1,7 Prozent zu. Zahlen zum Absatz im September wurden von Börsianern als stark gewertet.

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