Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio: Anleger nehmen Gewinne mit

Die Börsen in Fernost haben am Montag überwiegend schwächer tendiert. Grund waren schlechter als erwartet ausgefallene japanische Konjunkturdaten und anhaltende Sorgen um die Entwicklung der US-Wirtschaft. Die Aktienbörse in Tokio hat sich am Montag knapp behauptet.

HB TOKIO/HONGKONG. Nach dem Kurssprung vor dem Wochenende büßte der japanische Leitindex Nikkei 225 am Morgen 0,27 Prozent auf 16 524,93 Punkte ein. Händlern stuften die Vorgabe aus den USA als "wenig inspirierend" ein, und wegen des wieder festeren Yen hätten Anleger Gewinne mitgenommen. Negativ habe auch ein unerwarteter Rückgang der Investitionsausgaben in Japan gewirkt. Der breitere Topix verlor 0,17 Prozent auf 1 605,44 Zähler.

Einigen Händlern zufolge war die Grundstimmung in Fernost aber durchaus positiv, nachdem US-Präsident George W. Bush und der US-Notenbankchef Ben Bernanke signalisiert hatten, dass sie sich für die Überwindung der Kreditkrise einsetzen wollten. Dies hatte auch den US-Börsen am Freitag Auftrieb verliehen.

Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan tendierten schwächer. Die Börsen in Südkorea und Singapur notierten höher, der Leitindex in Shanghai erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch.

In Japan hatte die Regierung mitgeteilt, dass Firmen ihre Investitionsausgaben von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent gesenkt hätten. „Es gab auf jeden Fall eine Enttäuschung wegen der Investitionstätigkeit, die niedriger war als erwartet“, sagte Analyst Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities, „und es ist auch schwer vorherzusagen, was in den USA passieren wird.“

Zu den Verlierern in Tokio gehörte der Autohersteller Toyota. Sein Aktienkurs fiel 0,3 Prozent. Das Papier des weltweit zweitgrößten Stahlherstellers Nippon Steel dagegen verteuerte sich um 1,5 Prozent. Die Zeitung „Nikkei“ hatte berichtet, dass das Unternehmen wahrscheinlich seine Dividende das vierte Jahr in Folge erhöhen werde.

Reformpläne von US-Präsident Bush zur Überwindung der Kreditkrise hatten den New Yorker Börsen am Freitag zu deutlichen Gewinnen verholfen. Bush kündigte Hilfen an, um Hypothekenschuldner vor der Pleite zu bewahren. Zudem signalisierte die US-Notenbank ihre Bereitschaft zum Eingreifen, um Auswirkungen der Turbulenzen auf die US-Konjunktur zu verhindern. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher bei 13 357 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,12 Prozent auf 1 473 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,21 Prozent auf 2 596 Punkte zu.

Der Euro notierte in Fernost etwas stärker. Ein Euro wurde mit 1,3644 Dollar bewertet nach 1,3628 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 116,07 Yen gehandelt nach 115,76 Yen.

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