Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio beendet Handel mit Verlusten

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag Verluste verzeichnet. Vor allem Exportwerten wie dem Elektronikkonzern Sony oder dem Autobauer Honda machte ein stärkerer Yen zu schaffen.

HB SINGAPUR. Gegen den Trend konnte das Handelshaus Nikko Cordial gewinnen, das trotz eines Bilanzfälschungsskandals an der Börse bleiben darf.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Abschlag von 0,66 Prozent auf 17.178 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,91 Prozent auf 1725 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur und Südkorea verzeichneten Verluste. In Taiwan freuten sich dagegen die Anleger über Kursgewinne.

Analysten sagten, die jüngste Stärke des Yen habe die Händler zum Abstoßen der in den vorigen drei Börsensitzungen noch stark gefragten Exporttitel veranlasst. Sony gab um gut zwei Prozent nach. Ebenfalls im Minus tendierten die Papiere des Autobauers Toyota, die um etwa 1,1 Prozent nachgaben. Honda büßten etwa 1,2 Prozent ein.

Dagegen kletterte Nikko Cordial um mehr als sechs Prozent, nachdem die Tokyo Stock Exchange sich überraschend für den Verbleib des Titels an der Börse entschieden hatte. Das in einen Bilanzfälschungsskandal verwickelte japanische Handelshaus ist derzeit im Visier des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup: Die US-Bank will Nikko Cordial für etwa elf Milliarden Dollar kaufen. Es wäre die größte Übernahme einer japanischen Firma durch einen ausländischen Konzern.

In den USA hatte zuvor eine Reihe von Übernahmenachrichten, der fallende Ölpreis sowie ein Anstieg der Technologie-Aktien den New Yorker Börsen Kursgewinne beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,34 Prozent im Plus bei 12.318 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte 0,27 Prozent auf 1406 Zähler. Der Nasdaq-Composite legte 0,62 Prozent auf 2402 Stellen zu.

Bei den Devisen konnte sich der Euro im fernöstlichen Devisenhandel zum Dollar gut behaupten. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte nahezu unverändert bei 1,3176 Dollar. Zur japanischen Währung gab der Euro hingegen leicht nach auf 154,66 Yen. Auch der Dollar büßte zum Yen an Wert ein und wurde mit 117,38 Yen gehandelt.

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