Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio: Nikkei klettert auf Drei-Monats-Hoch

Die Börsen in Fernost sind uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Die Hoffnung auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft sorgte an den meisten Aktienmärkten Asiens für Gewinne. Der schwächere Yen stützte in Tokio zwar die Exportwerte.

HB TOKIO. Die Nachricht von einem neuen Konjunkturpaket der japanischen Regierung wurde an Tokios Börse zum Wochenstart verhalten aufgenommen, der Topix-Index drehte sogar ins Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 1,2 Prozent auf ein Dreimonatshoch von 8 857 Punkten. Der breiter gefasste Topix schloss indes 0,1 Prozent im Minus bei 830 Zählern. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur notierten fester. Der chinesische Leitindex verzeichnete indes Verluste.

Die Regierung in Tokio plant Finanzminister Kaoru Yosano zufolge, der Wirtschaft mit Maßnahmen im Umfang von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes unter die Arme zu greifen. Das Paket solle am 10. April vorgestellt werden. Am Freitag hatte die Wirtschaftszeitung "Nikkei" nach Börsenschluss berichtet, die Regierung in Tokio wolle den Kauf von umweltfreundlichen Autos mit bis zu 2200 Euro fördern. Ob diese Subventionen Teil des neuen Konjunkturpakets sind, blieb zunächst unklar. Die Anteilscheine von Toyota, Hersteller des Hybridautos Prius, gewannen ein Prozent, die Aktien von Mitsubishi 2,9 Prozent. Die Anteilsscheine von Honda gaben dagegen um 1,3 Prozent nach.

Vom schwächeren Yen profitierten vor allem Exportwerte wie der Elektronikgigant Sony, dessen Aktien um ein Prozent stiegen. Die Aktien des Chipherstellers Elpida Memory gaben dagegen um über zehn Prozent nach. "Nikkei" zufolge hat der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr vermutlich einen Rekordverlust von umgerechnet rund 1,2 Mrd. Euro eingefahren.

Geringen Einfluss auf den Handel hatte in Asien der Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete. Die Rakete war am Sonntag über Japan hinweggeflogen. Das abgeschottete Nordkorea hatte mit seinem Schritt weltweit Proteste ausgelöst.

In New York hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Freitag bei  8017 Punkten 0,5 Prozent höher geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500 lag 0,1 Prozent im Plus bei 842 Punkten, der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,2 Prozent auf 1 621 Stellen.

Der Euro legte in Fernost gegenüber Dollar und Yen zu. Die Gemeinschaftswährung stieg von 1,3480 auf 1,3553 Dollar. Zum Yen gewann der Euro von 135,20 auf 136,86 Yen. Der Dollar kostete 100,76 Yen, nachdem er im US-Handel bei 100,30 Yen notiert hatte.

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