Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio schließt uneinheitlich

HB TOKIO. Die Börsen in Tokio sind am Mittwoch uneinheitlich aus der Sitzung gegangen. Der Nikkei-225-Index schloss mit minus 0,70 Punkten nahezu unverändert auf 15 900,64 Zählern. Für den Topix ging es am Morgen um 0,32 Prozent auf 1 544,89 Punkte nach unten. Händlern zufolge blieben Anleger in Anbetracht des am Donnerstag bevorstehenden Treffens der Bank of Japan in Abwartehaltung.

Am Devisenmarkt in Tokio tendierte der Dollar gegen Mittag wenig verändert mit 114,27-32 Yen nach 114,28-31 Yen am späten Vortag. Der Euro wurde leichter gehandelt mit 1,3464-69 Dollar nach 1,3476-79 Dollar am späten Vortag.

Der Umsatz betrug 1,66 (2,04) Milliarden Aktien. Der rückläufige Umsatz sei ein Indiz dafür, dass das schlimmste vorüber sein könnte und der Verkaufsdruck großer Adressen nachlasse, sagte ein Börsianer. Gleichwohl werde es möglicherwiese etwas Zeit brauchen, bevor der Markt wieder an Momentum gewinne, wenngleich er für eine Erholung reif sei. Bei 16.000 Punkten sehe der Index indes zusehends gedeckelt aus. Teilnehmer warteten nun gespannt auf den Ausgang des Notenbanktreffens der japanischen Notenbank, hieß es an anderer Stelle. Die zunächst erwartete Leitzinsanhebung werde zwar wohl ausbleiben nach den jüngsten Ereignissen auf den Kreditmärkten, gleichwohl könnten von der am Donnerstag endenten Notenbanksitzung Kommentare kommen, die den Yen stärken und - wie am Berichtstag bereits zu beobachten - damit exportsensitive Aktien belasten. Insofern warteten einige Akteure das Ende des Notenbanktreffens sowie eine weitere Stabilisierung des Marktes nach der Talfahrt in der Vorwoche zunächst ab.

Die Aktien von Sachversicherern litten im unmittelbaren Vorfeld der Bekanntgabe von Quartalsergebnissen unter Gerüchten, wonach ein britischer Versicherer wegen der US-Hypothekenkrise Verluste eingefahren haben soll.

Im exportsensitiven Automobilsektor verloren Toyota 0,5 Prozent und Daihatsu 2 Prozent, während Mazda um 0,2 Prozent vorrückten. Goldman Sachs hat alle drei Werte als gute Kaufgelegenheiten herausgestellt, da sie weniger abhängig vom US-Markt und damit dem Dollar-Yen-Verhältnis seien. Dagegen könnten Nissan (-1,5%), Mitsubishi Motors (-1,2%) und Fuji Heavy, die allesamt im zweiten Halbjahr mit einer Umsatzerholung rechnen, gezwungen sein, ihre Geschäftspläne zu revidieren. Unterdessen ignorierte der Markt die Nachricht, wonach Toyota 2009 weltweit erstmals über 10 Millionen Fahrzeuge absetzen will.

Yahoo Japan gewannen 5,7 Prozent nachdem Goldman Sachs die Einstufung für die Aktie auf „Buy“ von „Hold“ erhöht hatte.

Mutoh Holdings, die seit dem 10. August bereits um 75 Prozent zugelegt haben, schossen um weitere 18,2 Prozent nach oben. Hier hätten Spekulationen gestützt, in der Aktie gebe es viele Leerverkäufe, die gedeckt werden müssten, sagten Händler.

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