Asiatischer Aktienhandel
Börse Tokio: Yen-Schwäche ermutigt Anleger

dpa-afx TOKIO. Die wichtigsten japanischen Börsenindizes sind am Montag fest aus dem Handel gegangen. Die Yen-Schwäche habe die Anleger ermutigt, sagten Händler. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G7) hätten auf ihrem Treffen am Wochenende nichts Neues über die jüngste Schwäche der japanischen Währung gesagt, weshalb diese weiter anhalten sollte. Der Nikkei-225-Index legte um 1,52 Prozent auf 17 628,30 Punkte zu. Der breit gefasste Topix gewann 1,18 Prozent auf 1 725,60 Zähler.

Vor allem die Aufschläge bei den Exportwerten seien für die positive Entwicklung verantwortlich gewesen, hieß es bei Marktteilnehmern. Die Investoren hätten sich aber im Vorfeld der beginnenden Berichtssaison insgesamt eher zurückgehalten. Der Nikkei-225 notiere weiterhin in einer Spanne von rund 500 Punkten, die er seit Ende März nicht verlassen hat, so ein Analyst. Ein erneuter Test des Jahreshochs von 18 215 Punkten sei nur vor dem Hintergrund guter Quartalsergebnisse möglich. Der Nikkei-225-Index erhöhte sich um 1,5% bzw 264 auf 17 628 Punkte. Der Topix verbesserte sich um 1,2% bzw 20 auf 1 726 Punkte. Auch die Tatsache, dass der schwache Yen kein Thema auf dem G-7-Treffen am Wochenende war, habe das Sentiment gestützt. Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, ob vor allem aus Europa die Schwäche des Yen zu einem Thema gemacht werde. Kaum Auswirkungen auf das Handelsgeschehen hatten dagegen die Daten zur japanischen Industrieproduktion. Diese sind im Februar nach revidierten Berechnungen gestiegen. So erhöhte sich die industrielle Erzeugung um 0,7% gegenüber dem Vormonat. Auf Basis vorläufiger Daten war zunächst ein Rückgang um 0,2% ausgewiesen worden.

Bei den Exportwerten legten Sony um 0,6% zu, Honda gewannen 1,5% und Toyota erhöhten sich um 1%.

Dagegen gaben Nissan um 0,1% nach. Grund für das Minus waren Berichte, wonach das Unternehmen möglicherweise die Absatzprognose von 4,2 Millionen Fahrzeugen für das kommende Fiskaljahr senken muss. Die Aktie hat seit Januar, als ein Jahreshoch von 1.557 Yen markiert wurde, rund 21% an Wert verloren und sich damit schlechter als Toyota und Honda entwickelt, die im gleichen Zeitraum 11% bzw 18% verloren haben.

Japan Tobacco zeigten sich mit einem deutlichen Plus von 2%. Das Unternehmen profitierte vom Anstieg des Euro gegenüber dem Yen, da das ausländische Geschäft vor allem in Europa stattfindet, hieß es von Händlern. Mit einem Abschlag zeigten sich dagegen Mitsubishi UFJ Nicos, nachdem das im Bereich Kreditkarten tätige Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt hat. Die Aktien verloren 3,4%.

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