Asiatischer Aktienhandel
Enttäuschende Auftragsdaten belasten Tokioter Börse

Enttäuschende Daten aus dem japanischen Maschinenbau haben die Tokioter Börse am Freitag ins Minus gedrückt. Unerwartet schwache Auftragseingänge trübten die Stimmung der Anleger.

HB TOKIO. Händler stießen Aktien auch deshalb ab, weil sie über das verlängerte Wochenende kein Risiko eingehen wollten. Am Montag bleibt die Börse in Tokio wegen eines nationalen Feiertags geschlossen. Wegen eines Computerfehlers stoppte die Börse am Freitag zudem den Handel mit Topix-Aktienfutures, was die Möglichkeiten für Hedge-Geschäfte begrenzte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,4 Prozent im Minus bei 13 017 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index fiel bis Handelsschluss ebenfalls um 1,4 Prozent auf 1 287 Punkte. Anlässlich des Neujahrsfestes in Asien war der Handel eingeschränkt: So blieben die Börsen in Südkorea, Taiwan und China geschlossen.

Die japanische Maschinenbaubranche hatte im Dezember 3,2 Prozent weniger Aufträge erhalten, was Analysten enttäuschte. Eigentlich sei dieser Indikator in der Regel nicht der Auslöser für große Aktienverkäufe, sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. „Doch in jüngster Zeit neigt der Markt zu extremen Reaktionen auf alle negativen Nachrichten.“ Es sei aber vor allem das technische Problem mit den Topix-Futures, was den Handel behindere.

Zu den größten Börsenverlierern zählten die Aktien der Maschinenbaukonzerne Fanuc, Komatsu und Okuma. Fanuc musste Kursverluste von knapp vier, Komatsu von 6,7 und Okuma von sogar knapp elf Prozent hinnehmen. Gegen den Markttrend konnten sich jedoch die Aktien des weltweit drittgrößten Zigarettenherstellers Japan Tobacco mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent stemmen. Das Unternehmen hatte zuvor seine Gewinnprognose angehoben. Auch die Softbank Corp profitierte von positiven Unternehmenszahlen und stieg um 1,4 Prozent.

Der Euro blieb im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck, erholte sich aber leicht. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4480 Dollar gehandelt. Im elektronischen Handel war der Euro in der Nacht um über ein Prozent auf 1,4440 Dollar gefallen.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt mit leichten Gewinnen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,38 Prozent fester bei 12 247 Punkten.

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