Asiatischer Aktienhandel
Erleichterung an den Fernost-Börsen

Die Aktienmärkte in Fernost haben nach den massiven Geldspritzen der Zentralbanken rund um den Globus am Montag vorsichtig zum Erholungskurs angesetzt. Händler sagten, die Hilfen für das Bankensystem als Folge der US-Hypothekenkrise hätten für Erleichterung gesorgt.

HB HONGKONG. Die Bank von Japan pumpte am Montag erneut umgerechnet 5,1 Mrd. Dollar in das System. Insgesamt hatten die Zentralbanken Ende der vergangenen Woche rund 300 Mrd. Dollar locker gemacht, um eine weltweite Kreditkrise zu verhindern. Die Aktienmärkte hatten zunächst mit weiteren Verlusten reagiert, aus Angst, die Krise sei schlimmer als angenommen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 16 800 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab indes um 0,08 Prozent nach auf 1 632 Zähler. „Die Zentralbanken wollen der Sache ganz klar auf den Grund gehen. Wenn wir keine weiteren schlechten Nachrichten bekommen, denke ich, wird sich die Sache schnell beruhigen“, sagte Craig James, Chef-Volkswirt bei CommSec in Australien.

Insbesondere exportorientierte Werte, die vorige Woche ganz oben auf den Verkaufszetteln der Händler standen, waren in Tokio gefragt: Titel des Elektronikkonzerns Kyocera legten knapp drei Prozent zu. Die Papiere des Reifenherstellers Bridgestone verteuerten sich um 2,5 Prozent. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Japan zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal fanden bei den Investoren indes kaum Beachtung. Das Hauptaugenmerk richte sich auf die Auslandsmärkte, sagte Stratege Tsuyoshi Segawa von Shinko Securities.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur zeichnete sich keine einheitliche Tendenz ab. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl verteuerte sich um 22 Cent auf 71,69 Dollar. Vergangene Woche war der Preis um mehr als fünf Prozent gesunken.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte trotz milliardenschwerer Liquiditätsspritzen der US-Notenbank Fed am Freitag 0,23 Prozent schwächer geschlossen und war mit 13 239 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,04 Prozent auf 1453 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,45 Prozent auf 2544 Stellen.

Der Euro notierte kaum verändert bei knapp 1,3690 Dollar. Zum Yen lag die US-Währung bei 118,30 Yen und damit etwas schwächer als zuletzt in New York. Händler sagten, auch am Devisenmarkt habe sich nach den Finanzspritzen Ruhe breit gemacht. Die Schwankungen seien deutlich geringer.

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