Asiatischer Aktienhandel
Exportwerte stützen den Nikkei

Die Börsen in Fernost haben sich am Donnerstag uneinheitlich präsentiert. In Tokio beflügelten Kursgewinne bei Exportwerten den Handel, die von einem schwachen Yen profitierten. Die Gewinne wurden allerdings begrenzt durch anhaltende Sorgen über eine Verschärfung der Rezession in der Heimat und in den USA.

HB HONGKONG/TOKIO. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 7557 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ebenfalls 0,3 Prozent im Plus bei 751 Zählern. Auch der chinesische Leitindex und die Börse in Taiwan notierten fester. Die Aktienmärkte in Singapur, Hongkong und der Kospi-Index in Südkorea verbuchten dagegen Verluste.

Sorgen über den Zustand der japanischen Wirtschaft und die sinkende Zustimmung für Ministerpräsident Taro Aso setzten den Yen unter Druck. Der Dollar kletterte zur Landeswährung das erste Mal seit sechs Wochen auf mehr als 93 Yen. Auf den Kauflisten der Börsianer standen daher Anteilscheine von exportorientierten Unternehmen wie Honda Motor. Die Aktie des japanischen Autobauers kletterte um 1,8 Prozent, die von Konkurrent Toyota um zwei Prozent. Gefragt waren auch Hochtechnologiewerte. Die Dividendenpapiere des Druckerherstellers Kyocera zogen um 4,7 Prozent an. Sony-Papiere legten 0,8 Prozent zu. Händler begründeten dies mit Schnäppchenkäufen. Die Titel von Astellas Pharma legten nach einer Heraufstufung durch Nikko Citigroup um 0,9 Prozent zu.

Die Papiere von Japan Airlines verbilligten sich hingegen um 0,6 Prozent. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, die Fluglinie sei in Gesprächen mit der Regierung über Hilfen in Höhe von bis zu 2,1 Mrd. Dollar.

Die Zinsentscheidung der japanischen Zentralbank spielte an der Tokioter Börse keine große Rolle. "Auch wenn sie ihre Maßnahmen ausweitet, behält die BOJ im wesentlichen ihre Politik bei, und das hilft dabei, den Markt zu stützen", sagte der Analyst Yutaka Miura von Shinko Securities.

Der Euro erholte sich im fernöstlichen Devisenhandel von seinem zwischenzeitlichen Fall auf ein Drei-Monatstief am Vortag. Die Gemeinschaftswährung stieg zum Dollar auf 1,2576 Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%