Asiatischer Aktienhandel
Fernost-Börsen: Sorgen überwiegen wieder

Der Optimismus hielt nicht lange an: Nachdem die milliardenschwere Geldspritze für die Citigroup aus Abu Dhabi bei Investoren Hoffnungen auf ein Abflauen der Kreditkrise weckte, überwiegen wieder die Sorgen um die US-Wirtschaft. Der Stimmungswandel drückte die Börsen in Fernost am Mittwoch überwiegend in die roten Bereiche. Welche Titel unter Druck gerieten.

HB SINGAPUR. In Japan bereitete zudem der zum Dollar erstarkte Yen den Anlegern Kopfzerbrechen. Vor allem Export-Werte wie die großen Autobauer zählten zu den Verlieren. Finanztitel gerieten ebenfalls unter Druck.

In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,45 Prozent im Minus bei 15 153 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging 0,21 Prozent schwächer aus dem Handel bei 1475 Zählern. Auch die Börsen in Südkoream Taiwan und Shanghai verzeichneten Verluste. Lediglich Singapur und Hongkong lagen leicht im positiven Bereich.

Der Euro tendierte bei 1,4814 Dollar und damit leichter als im späten New Yorker Dienstagshandel. Zum Yen lag er bei 160,74. Thema an den Börsen war aber vor allem der Anstieg der japanischen Währung zum Greenback. Ein Dollar kostete gegen Handelsschluss in Japan 108,56 Yen nach einem zuvor noch erreichten Ein-Wochen-Hoch von 109 Yen.

"Japan kann sich nicht nur auf die Inlandsnachfrage stützen“, machte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Securities den Befürchtungen um die Folgen für die japanische Exportwirtschaft Luft. "Der Yen wird Unternehmensergebnissen wohl nicht helfen - und die Rohmaterial-Kosten steigen.“ Mit zweistelligen Wachstumswerten sei so nicht zu rechnen. Besonders Papiere von in den USA stark vertretenen Konzernen litten. Toyota -Aktien gaben 1,64 Prozent nach. Honda -Titel verloren knapp 1,4 Prozent.

Abwärts ging es auch mit Bankentiteln. So gaben die Papiere der Sumitomo Financial Group 2,44 Prozent nach und die der Mizuho Financial Group 1,76 Prozent. "Die Citigroup ist wichtig, aber das ist nur ein kleiner Aspekt des größeren Bildes“, sagte Peter Vann von Constellation Capital Management. Der zurückgegangene Ölpreis belastete zudem Papiere wie die des Öl- und Gaskonzerns INPEX, die sich um 4,24 Prozent verbilligten. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl rutschte unter 94 Dollar.

Gewinne verbuchten hingegen Aktien aus der Unterhaltungselektronikbranche. So kletterten Sony vor der wichtigen Weihnachtssaison 3,3 Prozent. Unterm Strich konnte das den Markt in Tokio aber nicht ausreichend stützen.

Am Dienstag hatte die Tokioter Börse vor allem wegen der Citigroup -Meldung noch Kursgewinne verzeichnet und auch in den USA schloss der Dow-Jones -Index deswegen 1,7 Prozent höher bei 12 958 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,5 Prozent auf 1428 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq kletterte 1,6 Prozent auf 2580 Punkte.

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