Asiatischer Aktienhandel
Fonds gehen in Asien auf Schnäppchenjagd

Investoren haben die tagelangen Kursrückgänge an den asiatischen Börsen am Dienstag zum Einstieg genutzt und den Aktienmärkten in Fernost damit überwiegend zu Gewinnen verholfen. Nach Angaben von Händlern kauften vor allem europäische Fonds ein, die den Tokioter Nikkei-Index als billig einschätzten.

HB TOKIO. Rezessionssorgen in den USA und Kursverluste bei US-Banken nach Gerüchten um die Investmentbank Bear Stearns rückten in den Hintergrund. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nach Verlusten im frühen Handel schließlich mit einem Plus von 1,01 Prozent bei 12 658 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,88 Prozent auf 1 235 Punkte. Auch die Börsen in Singapur, Taiwan und Südkorea verzeichneten Gewinne, während die Aktienmärkte in Hongkong und Shanghai wegen Inflationssorgen nachgaben. Die Teuerung in China lag zuletzt höher als erwartet.

Der etwas festere Dollar verhalf Exportwerten zu Gewinnen. Die Aktien des Elektronikkonzerns Sony gewannen 2,51 Prozent, die Toyota-Anteilsscheine notierten 2,12 Prozent höher.

Besonders Stahlaktien wurden gekauft. Die Papiere von Tokyo Steel legten 4,59 Prozent zu, die Aktien von JFE Holdings 5,32 Prozent. Auch Bankaktien erholten sich von ihren Tiefständen und schlossen fester. Die Papiere von Mizuho Financial gewannen 2,32 Prozent, die Anteilsscheine des größten japanischen Finanzinstituts Mitsubishi UFJ 1,76 Prozent. Im Handelsverlauf waren die Papiere noch in der Nähe eines Vier-Jahres-Tiefs gehandelt worden.

Belastet von Sorgen über die Kreditkrise hatten die US-Börsen am Montag deutlich im Minus geschlossen. Gerüchte über Liquiditätsprobleme bei Bear Stearns belasteten vor allem die Bankaktien, obwohl das Finanzinstitut das als „absolut lächerlich“ zurückwies. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,29 Prozent tiefer bei 11 740 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1,55 Prozent auf 1273 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag zum Handelsende 1,95 Prozent im Minus bei 2169 Punkten.

Der Euro wurde in Fernost mit 1,5351 Dollar bewertet nach 1,5340 Dollar im New Yorker Handel vom Montag. Der Dollar notierte bei 102,02 Yen gehandelt nach 101,73 Yen in den USA.

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