Asiatischer Aktienhandel: Gewinnmitnahmen belasten Börse Tokio

Asiatischer Aktienhandel
Gewinnmitnahmen belasten Börse Tokio

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag überwiegend Verluste verbucht. In Tokio belasteten Sorgen über eine Überbewertung von Immobilienunternehmen die Kurse. Außerdem wurden wegen der derzeitigen Yen-Stärke die Papiere von exportorientierten Firmen abgestoßen.

HB TOKIO. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,52 Prozent auf 18 119 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,31 Prozent im Minus bei 1 811 Zählern. Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong und Singapur gaben die Hauptindizes nach, während die Börse in Taiwan praktisch unverändert tendierte.

Zuvor hatten die US-Aktienbörsen am Montag im Minus geschlossen, nachdem der Anstieg des Ölpreises anfänglichen Optimismus über die anhaltende Welle von Milliarden-Übernahmen dämpfte. Die höheren Energiepreise fachten Inflations- und Zinsängste der Anleger weiter an. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,12 Prozent im Minus bei 12 632 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab ebenfalls um 0,12 Prozent nach auf 1 449 Zähler. Der Nasdaq-Composite sank 0,42 Prozent auf 2 504 Punkte.

Unter den japanischen Immobilienwerten gab die Aktie von Mitsubishi Estate 3,07 Prozent nach. Sie hatte in den vergangenen drei Monaten rund 50 Prozent hinzugewonnen und am Freitag ein Allzeithoch erreicht. Die Papiere des Konkurrenten Mitsui Fudosan fielen 2,2 Prozent. „Es gibt die Sorge, dass die Aktienpreise überhitzt sind“, sagte Handelschef Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. „Mitsui Fudosan sieht überbewertet aus, aber Mitsubishi Estate erst recht.“

Verluste verbuchten auch Wertpapierhändler und Stahlhersteller. Grund waren Gewinnmitnahmen, nachdem der Nikkei am Montag mit dem höchsten Schlussstand seit fast sieben Jahren geschlossen hatte. Zu den Gewinnern gehörten dagegen Pharmaunternehmen, deren Dividendenerträge derzeit als attraktiv gelten. Takeda Pharmaceutical-Papiere etwa gewannen 1,59 Prozent, ähnlich sah es beim Konkurrenten Astellas Pharmaceutical aus. Kräftig im Plus lagen außerdem die Werte der drei größten japanischen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo, KDDI und Softbank, nachdem sie von einer Brokerage höher gestuft worden waren.

Der Euro stieg im asiatischen Devisenhandel vor der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten am Dienstag zeitweise auf ein Zweimonatshoch von 1,3205 Dollar. Später wurde er noch bei 1,3179 Dollar gehandelt, fast unverändert im Vergleich zum späten New Yorker Handel vom Vortag. Zum Yen kostete die Gemeinschaftswährung 158,67 Yen nach 158,92 Yen in New York. Der Dollar lag zum Yen bei 120,35 Yen nach 120,57 Yen.

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